Heinrich Helfrich

Heinrich Helfrich (* 20. Mai 1901 in Merzalben; † 14. Oktober 1979 in Fürstenfeldbruck) war ein deutscher Redakteur und Schriftleiter sowie Mitglied des Bayerischen Landtags.

Leben

Heinrich Helfrich absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften, das er mit der Promotion zum Dr. jur. abschloss und betätigte sich als Schriftleiter und Redakteur. Er wurde Mitglied der Bayerischen Volkspartei und erhielt 1933 ein Mandat für den Bayerischen Landtag, wo er stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer des Ausschusses für Verfassungsfragen war. Mit der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten kam er vom 26. Juni bis zum 5. Juli 1933 in Schutzhaft und mit ihm zusammen zahlreiche BVP-Politiker.

In den sogenannten „Devisenprozessen“ im Jahre 1935 trat Helfrich als Verteidiger von Príestern und Ordensleuten auf, denen Verstöße gegen die verschärften NS-Devisengesetze vorgeworfen wurde. Die NS-Presse begleitete die Prozesse mit einer Propagandakampagne, um Klöster und kirchliche Stellen als korrupt oder staatsfeindlich darzustellen und das Vertrauen der katholischen Bevölkerung zu zerstören. Im Anschluss an diese Prozesse folgten die Sittlichkeitsprozesse gegen Ordensangehörige und Priester im Nationalsozialismus.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Joachim Lilla: Der Bayerische Landtag 1918/19 bis 1933 nach https://www.bavariathek.bayern/medien-themen/portale/geschichte-des-bayerischen-parlaments/person/133412490 korrigiert. 2008 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Opfer und Verfolgte des NS-Regimes aus den bayerischen Parlamenten (Digitalisat)
  3. ↑ Winfried Becker:CDU und CSU, 1945-1950. Vorläufer, Gründung und regionale Entwicklung bis zum Entstehen der CDU-Bundespartei, Verlag Hasse & Koehler 1987, S. 493
  4. ↑ Gisela Schwarze: Eine Region im demokratischen Aufbau, Klartext-Verlag 1984
Personendaten
NAME Helfrich, Heinrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Politiker (BVP)
GEBURTSDATUM 20. Mai 1901
GEBURTSORT Merzalben, Landkreis Südwestpfalz
STERBEDATUM 14. Oktober 1979
STERBEORT Fürstenfeldbruck