| Holderquelle | |||
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| Lage | |||
| Land oder Region | Annweiler am Trifels (Rheinland-Pfalz) | ||
| Koordinaten | 49° 13′ 4″ N, 7° 57′ 9″ O | ||
| Höhe | 471 m | ||
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| Geologie | |||
| Gebirge | Pfälzerwald | ||
| Gestein | Buntsandstein | ||
Koordinaten: 49° 13′ 4,1″ N, 7° 57′ 9,3″ O
Die Holderquelle ist eine gefasste Quelle, die in einer Höhe von 471 m am Nordwestabhang des Großer Adelbergs im deutschen Teil des Wasgaus und im südlichen Pfälzerwald entspringt. Die Anlage ist als Ritterstein des Pfälzerwald-Vereins e. V. (PWV) mit der Nummer 228 erfasst. Der ursprüngliche, heute verwitterte Ritterstein befindet sich rechts neben der Quelle. Die Holderquelle wurde 1908 nach Heinrich Holder benannt.
Die Quelle liegt im Naturpark Pfälzerwald, der wiederum zum Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord gehört, auf der Gemarkung der Stadt Annweiler. Sie liegt nahe dem Bergsattel zwischen dem Großen Adelberg (567,4 m ü. NHN) und dem Schinderkopf (493,3 m ü. NHN). Sie entspringt nur 500 Meter nordwestlich vom Adelsberggipfel und ist mit einer Höhe von 471 m neben der Rehbergquelle (481 m) eine der höchstgelegenen Quellen der Pfalz. Die frei gesetzte Wassermenge reicht nicht aus, einen Bach kontinuierlich zu speisen. Hydrologisch gehört sie zum Einzugsgebiet des Ortsgrabens, der beim Ortsteil Gräfenhausen in den Hahnenbach, einem Zufluss der Queich mündet.
Die Quelle wurde 1906 beim Bau des Grimmeisenpfads entdeckt und danach 1913 durch den Pfälzerwald-Verein gefasst. Sie wurde einem Mitbegründer der Ortsgruppe Annweiler des Vereins Heinrich Holder gewidmet. An der Quelle ist im Gedenken der Spruch Ich möchte nicht im Tal verderben, den letzten Blick beengt vom Zwang, auf einem Berge möchte ich sterben, beim goldenen Sonnenuntergang eingeschlagen. Die Anlage wurde von 2020 bis 2022 durch die Ortsgruppe Annweiler des Pfälzerwaldvereins umfassend renoviert. Dabei wurde ein Gedenkstein zum 100-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe von 2004 vom Kleinen Adelberg zur Quelle versetzt.
Der Zugang ist von Annweiler oder Gräfenhausen möglich. An der Quelle führen markierte Wanderwege wie der Fernwanderweg Staudernheim–Soultz-sous-Forêts von Staudernheim im Landkreis Bad Kreuznach nach Soultz-sous-Forêts im nördlichen Elsass und der PWV-Wanderweg
von Bad Münster am Stein an die französische Grenze nach Sankt Germanshof vorbei. Auch der Prädikatswanderweg Pfälzer Weinsteig
passiert in der Etappe von Dernbach nach Annweiler die Quelle. Es sind Rundwegewanderungen über und um den Großen Adelberg an der Quelle vorbei möglich. Lokale markierte Rundwanderwege sind der Kaiser-Friedrich-Weg oder Wildsauweg. An der Quelle befindet sich ein Rastplatz mit Tischen und Bänken, sowie eine einfache Schutzhütte. In kurzer Distanz kann die vom Verein Jung-Pfalz bewirtschaftete Jung-Pfalz-Hütte erreicht werden.
An der Quelle wurde 1984 eine kleine Schutzhütte von der Ortsgruppe Annweiler des Pfälzerwald-Vereins errichtet. Es handelt sich um einen überdachten Rastplatz in Gestalt eines Pavillons mit Tischen und Bänken. Im Jahr 2020 wurde sie renoviert, unterstützt von drei in der Stadt Annweiler ansässigen Unternehmen, darunter Stabila.
Heinrich Holder (* 6. Januar 1876; † 24. Juli 1908 am Wetterhorn) war ein deutscher Kletterer und Vereinsfunktionär des Pfälzerwald-Vereins. Zusammen mit Albert Grimmeisen machte er mehrere Erstbesteigungen. Dazu zählen der Brautfelsen, Asselstein und die Hochsteinnadel. Er starb am 24. Juli 1908 in den Alpen zusammen mit Albert Grimmeisen durch einen Absturz am Wetterhorn.