Heinrich Lay (* 5. Juli 1928 in Sânandrei, deutsch Sanktandres, Königreich Rumänien; † 29. Oktober 2022 in Töging am Inn) war ein deutscher Historiker und Banater Heimatforscher.
Heinrich Lay entstammt der Volksgruppe der Banater Schwaben. Er besuchte die Grundschule in Sânandrei von 1935 und 1939, danach die Bildungseinrichtung Banatia in Timișoara bis 1944. Ab 1950 studierte er Geschichte an der Babeș-Bolyai-Universität in Cluj-Napoca, wurde aber im Mai 1952 wegen seiner „ungesunden sozialen Herkunft“ von dort entlassen und mit vielen Bewohnern der Region Banat in die Bărăgan-Steppe deportiert. Nach seiner Rückkehr im September 1954 schrieb er sich erneut an der Babeș-Bolyai-Universität ein und absolvierte sein Staatsexamen im Juli 1956. Danach war er bis 1984 als Lehrer in Lugoj tätig. 1986 übersiedelte er nach Deutschland, zuerst nach Rosenthal (Hessen), dann nach Haina, wo er im Archiv des Klosters Haina bis zu seiner Pensionierung 1991 beschäftigt war.
Beim Sanktandreser Heimattreffen ehrte die Landsmannschaft der Banater Schwaben Heinrich Lay mit der Adam-Müller-Guttenbrunn-Medaille.
Heinrich Lay verstarb am 29. Oktober 2022 in Töging am Inn.
Lay verfasste zahlreiche Aufsätze und Arbeiten über die Region Banat, die in Zeitungen veröffentlicht oder als Bücher herausgegeben wurden.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lay, Heinrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Heimatforscher |
| GEBURTSDATUM | 5. Juli 1928 |
| GEBURTSORT | Sânandrei, Königreich Rumänien |
| STERBEDATUM | 29. Oktober 2022 |
| STERBEORT | Töging am Inn, Deutschland |