Heinrich Scheit

Heinrich Christian Theodor Scheit (* 29. September 1893 in Charlottenburg; † 11. März 1982 in Wilhelmshaven) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalintendant der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Leben

Scheit legte 1913 am Kaiserin-Augusta-Gymnasium in Charlottenburg das Abitur ab. Er begann anschließend ein Studium der Rechtswissenschaft, das er jedoch noch im September 1913 unterbrach, um als Freiwilliger im Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3 zu dienen. Kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs geriet er im September 1914 in französische Kriegsgefangenschaft. Aus dieser wurde er erst im März 1920 wieder entlassen.

Daraufhin setzte Scheit sein Jurastudium an den Universitäten in Berlin und Halle (Saale) fort; er legte im Dezember 1921 das erste juristische Staatsexamen ab. Anschließend absolvierte er das Rechtsreferendariat am Amtsgericht Charlottenburg, am Landgericht Berlin III und am Kammergericht. 1923 wurde er an der Universität Breslau mit der Dissertation Die Normen des Internationalen Strafrechts im neuen Deutschen Strafgesetzbuche zum Doktor der Rechte promoviert. 1924 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab. Daraufhin war er von Dezember 1924 bis März 1925 Assessor am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg.

Im März 1925 wurde Scheit Angestellter der Reichsmarinewerft Wilhelmshaven. Von September 1925 bis März 1933 war er dort als Intendanturrat tätig. Anschließend war er von April 1933 bis März 1934 Intendanturrat bei der Marineintendantur in Kiel. Im Oktober 1933 wurde er zum Marine-Oberintendanturrat befördert. Im April 1934 trat er in den Dienst des Reichsluftfahrtministeriums ein, wo er zunächst bis Februar 1936 Referent in der Abteilung „Liegenschaften“ im dortigen Luftwaffenverwaltungsamt war. Er wurde 1934 zum Oberregierungsrat und 1935 zum Ministerialrat befördert. Von März 1936 bis Mai 1942 war er schließlich Leiter der Abteilung „Liegenschaften“ im Luftwaffenverwaltungsamt des Reichsluftfahrtministeriums; sein Vorgesetzter war dabei Ministerialdirektor Wilhelm Untrieser. 1940 wurde Scheit zum Ministerialdirigenten befördert. Im Juni 1942 wurde sein Rang zum Generalintendanten umbenannt; er wurde zugleich zum Luftgauintendanten im Luftgaukommando XI Hamburg ernannt. Er hatte diese Position bis zum Kriegsende im Mai 1945 inne, als er in britische Kriegsgefangenschaft geriet. Aus dieser wurde er im Mai 1947 entlassen.

Bei seinem Spruchkammerverfahren im Februar 1948 wurde Scheit als „Entlasteter“ eingestuft. Er war daraufhin ab März 1948 Richter am Landgericht Hamburg. Ende September 1961 trat er in den Ruhestand. Er starb im März 1982 im Alter von 88 Jahren in Wilhelmshaven.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Geburtsurkunde Nr. 2535/1893, Standesamt Charlottenburg, Landesarchiv Berlin
Personendaten
NAME Scheit, Heinrich
ALTERNATIVNAMEN Scheit, Heinrich Christian Theodor (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Offizier
GEBURTSDATUM 29. September 1893
GEBURTSORT Charlottenburg
STERBEDATUM 11. März 1982
STERBEORT Wilhelmshaven