Heinz Gittig

Heinz Gittig (* 14. Juli 1923 in Lüben/Schlesien; † 2. November 2002 in Berlin) war ein deutscher Bibliothekar und Bibliograph.

Leben

Heinz Gittig absolvierte zunächst eine Verwaltungslehre. Nach Wehr- und Kriegsdienst sowie Kriegsgefangenschaft konnte er 1948 die Reifeprüfung erlangen und studierte dann von 1948 bis 1952 an der Universität Leipzig Geschichte (Diplom-Examen 1952). Anschließend trat er als Bibliotheksreferendar an der Öffentlichen Wissenschaftlichen Bibliothek Berlin (später: Deutsche Staatsbibliothek) in die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst ein und schloss sie 1954 mit der Fachprüfung ab. Von 1954 bis 1988 war er in verschiedenen Funktionen an der Deutschen Staatsbibliothek in (Ost-)Berlin tätig. Seit 1958 war er dort Leiter der Benutzungsabteilung und seit 1977 Stellvertreter des Generaldirektors. 1970 erfolgte seine Promotion an der Humboldt-Universität bei Walter Bartel und Horst Kunze.

Gittig machte sich vor allem einen Namen durch die Erarbeitung zahlreicher Bibliographien, zum einen von Bibliographien bedeutender Persönlichkeiten der Arbeiterbewegung, von Verlagen wie dem Malik-Verlag, der wenig beachteten Literaturgattung „Tarnschriften“ (1933–1945) sowie von Regional- und Wochenzeitungen und philatelistischen Sammlungen.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Die Publikationen des Malik-Verlages. Eine Bibliographie von Heinz Gittig. In: Marginalien, Berlin, Fünfzehntes Heft, August 1964, S. 32–52