Heinz Seibert

Heinz Seibert (* um 1925; † nach 1987) war ein deutscher Fernsehfilmregisseur.

Leben und Wirken

Heinz Seibert war seit 1953 beim neuen Deutschen Fernsehfunk angestellt und drehte bald danach Filme als Regisseur, meist mit antiwestlichen propagandistischen Inhalten. 1964 war er Gründungsdirektor des Studios Halle und danach an der Entstehung des Fernsehtheaters Moritzburg maßgeblich beteiligt. 1966 wurde er wegen seines rüden Umgangstones wieder abgesetzt.

Seit 1971 drehte Heinz Seibert mehrere Filme der neuen Krimiserie Polizeiruf 110. Die Folge Im Alter von … (1973/1974) über den historischen Fall eines Sexualstraftäters an Jugendlichen wurde vor der Ausstrahlung verboten und dann vernichtet. Danach pausierte er für einige Jahre. Ab 1979 bzw. 1984 konnte er wieder einige Fernsehfilme drehen, den letzten 1987.

Filmografie

Regie in Fernsehfilmen

Publikationen

Einzelnachweise

  1. ↑ Siegener Periodicum zur europäischen empirischen Literaturgeschichte, 14, S. 260, erwähnte 1953 als Beginn der Tätigkeit von Heinz Seibert beim neuen Fernsehzentrum Berlin-Adlershof
  2. ↑ Günter Helmes, Steffi Schültzke (Hrsg.), Das Fernsehtheater Moritzburg, Leipzig 2003, S. 29, mit Anm. 13, erwähnte auch die Absetzung 1966
  3. ↑ Sindermanns Fernsehfabrik Fernsehserien, in dieser MDR-Dokumentation von 2013, wird auch Heinz Seibert gezeigt
  4. ↑ Claudia Kusebauch, So ein Fernsehtheater! Politische Akteure und Programmpraxis einer Institution des DDR-Fernsehens, Lang, 2007, S. 224 (kurze Auszüge), vgl. auch S. 99, 113
  5. ↑ Das zwölfte Opfer TV Programme
  6. ↑ Spuk Fernsehen der DDR (Memento)
  7. ↑ Sich einen Mann backen Fernsehen der DDR (Memento), nach einer literarischen Vorlage von Petra Werner
  8. ↑ Richter in eigener Sache Fernsehen der DDR (Memento)
Personendaten
NAME Seibert, Heinz
ALTERNATIVNAMEN Seibert, Heinz H.
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fernsehfilmregisseur und Gründungsdirektor des Studios Halle
GEBURTSDATUM um 1925
STERBEDATUM nach 1987