| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 51° 33′ N, 11° 29′ O | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Mansfeld-Südharz | |
| Verbandsgemeinde: | Mansfelder Grund-Helbra | |
| Höhe: | 236 m ü. NHN | |
| Fläche: | 9,27 km² | |
| Einwohner: | 3641 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 393 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06311 | |
| Vorwahl: | 034772 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MSH, EIL, HET, ML, SGH | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 87 205 | |
| LOCODE: | DE ZAH | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
An der Hütte 1 06311 Helbra | |
| Website: | www.verwaltungsamt-helbra.de | |
| Bürgermeister: | Gerd Wyszkowski (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Helbra im Landkreis Mansfeld-Südharz | ||



Helbra ist eine Gemeinde im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt. Die Gemeinde ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra.
Helbra liegt etwa sieben Kilometer nordwestlich von Lutherstadt Eisleben sowie etwa sechs Kilometer südöstlich von Mansfeld.
Helbra ist mit seinen 9,26 km² eine relativ kleine Gemeinde, durch diese geringe Größe und die größere Ausdehnung der Ortschaft Helbra hat sie einen mittelhohen Verstädterungsgrad. Den weitaus größten Anteil an der Fläche der Gemeinde haben Äcker und Felder, gefolgt vom Anteil der Siedlungsfläche. Ein weiterer entsprechender Anteil wird von Waldfläche bedeckt. Die genauen Zahlen können in der Tabelle unten abgelesen werden. Der Anteil der Wasserfläche ist gering, da es außer ein paar Rinnsalen, die nicht mitgezählt wurden, nur ein kleines Gewässer gibt.
| Fläche nach Nutzungsart |
Gesamtfläche in ha |
Anteil an der Fläche der Gemeinde |
|---|---|---|
| Siedlungsfläche | 316,9 | 34,5 % |
| Wald und Wiesenfläche | 106,3 | 11,6 % |
| Äcker und Felder | 502,8 | 52,6 % |
| Wasserfläche | 6,3 | 0,7 % |
Quelle: geoportal.de, die Informationen sind frei nachmessbar.
Nachbargemeinden sind Klostermansfeld und Benndorf im Norden, die Lutherstadt Eisleben im Osten, Hergisdorf im Süden und Ahlsdorf im Westen.
1155 wurde die Gemeinde erstmals urkundlich erwähnt.
Volksetymologisch wird die Namensgebung mit der Lage zwischen Mansfeld und Eisleben erklärt. An der Stelle hatte man die halbe Strecke geschafft und auch den Anstieg von Eisleben durch die Diebeskammer. Man war seinem Ziel also halb ran, in Mansfelder Mundart „helb ra“. So entstand der Ortsname, der Ort selbst heißt heute in Mansfelder Mundart „Hälwer“.
Helbras Geschichte der letzten 150 Jahre war sehr von Industrialisierung geprägt (Hüttenwerk, Kupferschieferbergbau, Bergwerksbahn). Davon ist heute kaum noch etwas zu sehen; nur Kenner der Geschichte können die Spuren erklären. Die regionale Fachliteratur zu diesem Thema ist aufschlussreich.
Nach Beendigung und Verlagerung in Richtung Sangerhausen ist die Industrie stark rückläufig. Der größte Betrieb war die August-Bebel-Hütte, die größte und letzte Kupferrohhütte der DDR (vermutlich auch Deutschlands). Hier wurde das Erz der Mansfelder Schächte, das meist gerade 1,5 % Kupfer enthielt, in Kupferrohstein (ca. 60 % Kupfer) verarbeitet. Dieser wurde dann in Hettstedt (ehemalig Kupfer-Silber-Hütte) zu reinstem Kupfer weiterverarbeitet. Mit der Wende 1990 wurde die Hütte geschlossen. Ein Wahrzeichen von Helbra, der Lange Heinrich (der 120 m hohe Schornstein), wurde auch gesprengt.
Zwischen Eisleben und Hettstedt verlief bis 1922 eine Straßenbahnlinie, die sogenannte Gewerkschaftsbahn. Die flache Verbindung über die Grunddörfer erlaubte diese Strecke. Aus Gründen hoher Instandhaltungskosten wurde diese Verbindung 1922 eingestellt. Heute erinnern nur noch die Bahndämme zwischen Ziegelrode und Helbra sowie zwischen Helbra und Klostermansfeld (Sommerweg) an diese Straßenbahntrasse. Die einzige erhaltene Brücke ist im Bereich des Neptun-Bades in Helbra (Durchfahrt zur Tankstelle) erhalten.
Von 1952 bis 1994 lag Helbra im Kreis Eisleben (1952 bis 1990 im DDR-Bezirk Halle, dann im Land Sachsen-Anhalt). Nach der Kreisreform 1994 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Mansfelder Land, seit der Kreisreform 2007 ist sie Teil des Landkreises Mansfeld-Südharz.
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Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Der Gemeinderat von Helbra besteht aus 16 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 62,2 % zu folgendem Ergebnis:
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 | Sitze 2019 | Stimmenanteil 2024 | Sitze 2024 | |
|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 17,2 % | 3 | 40,2 % | 6 | |
| AfD | 24,4 % | 4 | 32,6 % | 5 | |
| Die Linke | 15,4 % | 2 | 9,0 % | 2 | |
| Freie Wählergemeinschaft Helbra | 25,5 % | 4 | 8,5 % | 1 | |
| Freiwillige Feuerwehr Helbra | – | – | 5,1 % | 1 | |
| SPD | 10,9 % | 2 | 4,6 % | 1 | |
| Einzelbewerber Heribert Klein | 5,4 % | 1 | – | – | |
| Freie Bürger Mitteldeutschland | 1,3 % | – | – | – | |
| Insgesamt | 100 % | 16 | 100 % | 16 |
Böttge wurde bei der Bürgermeisterwahl am 19. April 2015 mit 55,6 % der gültigen Stimmen erneut in seinem Amt bestätigt.
Wyszkowski wurde bei der Bürgermeisterwahl am 6. Februar 2022 mit 63,8 % der gültigen Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt. Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.
Das Wappen wurde am 22. Juli 1993 durch das Regierungspräsidium Halle genehmigt.
| Blasonierung: „In Silber, auf schwarzem Boden, drei grüne Linden mit schwarzem Stamm, wobei die mittlere Linde die seitlichen teilweise bedeckt.“ | |
Die Flagge der Gemeinde Helbra zeigt die Farben Grün - Silber (Weiß).
