Helenabrunn Lenebour Stadt Viersen | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 51° 14′ N, 6° 25′ O | |
| Höhe: | 44–72 m ü. NN | |
| Eingemeindet nach: | Viersen | |
| Postleitzahl: | 41748 | |
| Vorwahl: | 02162 | |
Lage von Helenabrunn in Viersen | ||
Helenabrunn ist ein Ortsteil der nordrhein-westfälischen Kreisstadt Viersen. Innerhalb des Viersener Stadtgebiets liegt die Ortschaft Helenabrunn im Süden des Stadtbezirks Alt-Viersen, in unmittelbarer Nähe der Stadtgrenze zu Mönchengladbach.
Auf älteren Karten wird die Ortschaft auch als Helenebrunn oder Lenebour bezeichnet, Letzteres ist auch die Bezeichnung im lokalen niederfränkischen Dialekt (Platt).


Der Name Helenabrunn geht der Legende nach zurück auf die heilige Helena, Mutter des römischen Kaisers Konstantin, die während einer Pilgerreise an der hier früher vorhandenen Quelle ihren Durst gelöscht haben soll.
Helenabrunn ist bereits seit Jahrhunderten ein Ortsteil von Alt-Viersen ohne eigene Gemeindeverwaltung und ist daher mit der Geschichte Alt-Viersens eng verflochten, gleichwohl bildet Helenabrunn einen eigenständigen katholischen Pfarrbezirk innerhalb des Alt-Viersener Gebiets, zu dem auch noch einige weitere Ortschaften im Süden von Alt-Viersen gehören, wie z. B. Heimer, Ummer, Ompert oder Bötzlöh.
Einige wichtige Daten aus der Ortsgeschichte:


Im Jahre 1851 wurde mit dem Abschnitt von Viersen nach Mönchengladbach das letzte Teilstück der Eisenbahnstrecke von Duisburg nach Mönchengladbach fertiggestellt. Die Strecke verlief dabei im Viersener Stadtgebiet zunächst ebenerdig und folgte zwischen der Bahnhofstraße in Viersen und in etwa der heutigen Autobahnanschlussstelle M’gladbach-Nord dem jetzigen Verlauf der Freiheits- bzw. Kölnischen Straße, die es damals noch nicht gab. Dabei wurde auch in Helenabrunn ein Haltepunkt eingerichtet, der ungefähr dort lag, wo sich heute eine Fußgängerbrücke über die vierspurige Kölnische Straße schwingt.
Wegen der Vielzahl an Bahnübergängen wurde die Strecke durch das Viersener Stadtgebiet schließlich ab 1917 auf einen Bahndamm verlegt, der etwas östlich der ursprünglichen Trasse verläuft. Dies hatte zur Folge, dass die Eisenbahn nicht mehr unmittelbar an Helenabrunn vorbeiführte, sondern stattdessen etwa einen Kilometer weiter östlich am anderen (östlichen) Ende des Nachbarortes Heimer. Genau dorthin, etwa an die Grenze zwischen Heimer und Lockhütte, wurde damals auch der Bahnhof Helenabrunn verlegt, unter Beibehaltung seines alten Namens, obwohl er nun gar nicht mehr in Helenabrunn lag. Im Jahre 1965 wurde der Bahnhof Helenabrunn schließlich stillgelegt.
Die frühere Eisenbahntrasse wurde nach 1917 zur Landstraße umgebaut, die im Süden des Viersener Stadtgebiets als „Kölnische Straße“ bezeichnet wird. Der vierspurige Ausbau der Kölnischen Straße erfolgte dann in den frühen 1970er Jahren.
Die von Helenabrunn aus nächstgelegenen Bahnhöfe, die noch in Betrieb sind, sind heute der Bahnhof Viersen und der Mönchengladbacher Hauptbahnhof.
Die 1906 eröffnete Straßenbahnverbindung von Mönchengladbach nach Süchteln verlief im Bereich von Helenabrunn etwas außerhalb (westlich) des Ortes entlang der Gladbacher Straße. Ab 1955 wurde die Verbindung abschnittweise stillgelegt. Zunächst fuhr die Straßenbahn noch von M’gladbach aus bis in die Alt-Viersener Innenstadt und endete dort am Remigiusplatz, ab 1959 endete die Straßenbahn dann (wie heute die Buslinie 009) unmittelbar hinter der Gladbacher Stadtgrenze an der bereits auf Viersener Stadtgebiet liegenden Haltestelle „Helenabrunn, Wegweiser“, bis dieser letzte kleine Viersener Straßenbahnabschnitt dann 1965 auch stillgelegt wurde. In M’gladbach selbst waren noch bis 1969 Straßenbahnen in Betrieb.
Als Ortsteil von Viersen zählt Helenabrunn zum Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr und wird von insgesamt drei Buslinien angefahren:
| Typ | Linie | Strecke | Hinweise |
|---|---|---|---|
| CE 89 | Dülken ↔ Viersen Busbf. ↔ Viersen Bf. ↔ Hamm ↔ Heimer ↔ Helenabrunn, Wegweiser / M’gladbach Hbf | Der City-Express CE 89 fährt ab Viersen-Heimer wechselweise nach Helenabrunn, Wegweiser oder zum Hbf M’gladbach | |
| 009 | (Süchteln ↔ Viersen Busbf. ↔ Beberich ↔ Ummer ↔) Helenabrunn, Wegweiser ↔ M’gladbach, Alter Markt ↔ M’gladbach Hbf ↔ M’gladbach, Ohlerfeld | Der Abschnitt zwischen Süchteln und Helenabrunn, Wegweiser wird nur gelegentlich zu Stoßzeiten befahren, als Verstärkung der Linie 019. | |
| 019 | (Vinkrath ↔ Grefrath ↔) Süchteln ↔ Viersen Busbf. ↔ Beberich ↔ Ummer ↔ Helenabrunn, Wegweiser ↔ M’gladbach, Alter Markt ↔ M’gladbach Hbf ↔ Rheydt, Hbf | Der Abschnitt zwischen Vinkrath und Süchteln wird nicht immer befahren. | |
| (Stand: März 2011) |
Die Ortschaft Helenabrunn wird von mehreren Radwanderwegen gut erschlossen, insgesamt führen drei offiziell ausgewiesene Radwanderwege auf zwei Achsen durch das Gebiet:

| Beberich | Ummer | Heimer |
| Ompert | MG-Lockhütte | |
| Bockerter Heide Bötzlöh | MG-Großheide | MG-Bettrath |