Helene Weinland (* 5. Juni 1914 in Erlangen; † 26. Februar 2005) war eine deutsche physiologische Chemikerin und Hochschullehrerin.
Helene Weinland besuchte von 1925 bis 1931 das Maria-Theresia-Mädchenlyzeum in Erlangen und von 1932 bis 1934 die Kepler-Oberrealschule in Reutlingen. Anschließend studierte sie Botanik, Zoologie, Chemie und Geographie in Tübingen, Königsberg und Erlangen. 1938 wurde sie am Botanischen Institut der Universität Erlangen zum Dr. rer. nat. promoviert. 1939 folgten das Staatsexamen in Chemie, Biologie und Geographie sowie die pädagogische Lehramtsprüfung. Ab 1940 studierte sie Medizin in Erlangen und arbeitete dort am Physiologisch-Chemischen Institut. 1945 folgte das Medizinische Staatsexamen und 1948 die Promotion in der Medizin zum Dr. med. mit der Note summa cum laude. Ab 1949 war sie Mitglied der Physikalisch-Medizinischen Sozietät Erlangen.
Die Lehrberechtigung erlangte Weinland 1956 mit einem Werk zur physiologischen Chemie unter dem Titel Untersuchungen an Galaktogen. Damit war sie die erste Habilitandin der Medizinischen Fakultät – sie war die einzige Frau unter 97 Habilitanden dieser Fakultät von 1918 bis 1960 – und die zweite Frau (nach Gisela Freund 1950), die sich an der Universität Erlangen habilitierte. Weinland war auch die erste Privatdozentin der Medizinischen Fakultät und die einzige Frau unter den 290 akademischen Lehrern dieser Fakultät von 1743 bis 1960. 1962 wurde sie Universitätsdozentin, 1966 außerplanmäßige Professorin für Physiologische Chemie an der Medizinischen Fakultät der Universität Erlangen bzw. Nürnberg, 1972 außerordentliche Professorin und 1978 C3-Professorin. 1980 wurde sie in den Ruhestand versetzt.
Ihr Vater, Ernst Friedrich Weinland (1869–1932), war ab 1913 Physiologie-Professor an der Universität Erlangen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weinland, Helene |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Biochemikerin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 5. Juni 1914 |
| GEBURTSORT | Erlangen |
| STERBEDATUM | 26. Februar 2005 |