
Hellmut Ehrath (* 16. August 1938 in Oberndorf am Neckar; † 13. September 2008 in Herrenberg) war ein deutscher Bildhauer und Graphiker.
Ab 1955 machte Hellmut Ehrath nach einer Lehre erste Berufserfahrungen als grafischer Zeichner. Von 1958 bis 1962 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart freie Graphik und Malerei bei Rudolf Daudert und Manfred Henninger. Danach reiste er vor allem in mehrere Länder des Nahen Ostens und in den Sudan. Von 1962 bis 1978 war er Zeichner und Illustrator medizinischer Trick- und Werbefilme. Ab 1978 arbeitete er als freier Grafiker und Zeichner für verschiedene Fachbuchverlage und Medizinfirmen.
Nach einer Ausbildung als Schweißer von 1977 bis 1978 entstanden in der eigenen Werkstatt große Objekte aus Schrott und Telefonbüchern. Ehrath schuf Aquarelle, Gemälde und Zeichnungen mit Graphit, Feder oder Pinsel. Nach erfolgreichen Teilnahmen bei Wettbewerben zu Kunst am Bau entstanden zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum. Waren die früheren Werke der Kunst am Bau noch abstrakt, so zeigte sich ab etwa 1990 der Einfluss der Reisen, die Ehrath auch in viele fernöstliche Länder, nach Nepal, Indien und Afrika gemacht hatte. In Skulpturen, Objekten, Bildern, Zeichnungen und Kalligrafien entwickelte er seine eigene Formensprache zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.
Quelle:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ehrath, Hellmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer und Graphiker |
| GEBURTSDATUM | 16. August 1938 |
| GEBURTSORT | Oberndorf am Neckar |
| STERBEDATUM | 13. September 2008 |
| STERBEORT | Herrenberg |