Hellmuth Reichel (* 16. November 1900 in Schlesiengrube/Chropaczow, Landkreis Beuthen; † 26. Juni 1962 in Bad Pyrmont) war ein deutscher Balneologe und Professor.
Reichel wuchs als Sohn eines Arztes im oberschlesischen Industrieort Chropaczow auf, der 1909 in Schlesiengrube umbenannt wurde, und besuchte das Humanistische Gymnasium in Beuthen. Danach studierte er an den Universität Breslau, Marburg und Tübingen Medizin und war in dieser Zeit beim Corps Silesia aktiv. Nach seinem 1924 in Breslau bestandenen ärztlichen Staatsexamen war Reichel in Bautzen, Gelsenkirchen, Berlin und Leipzig tätig. An der Universität Leipzig habilitierte er sich im August 1935 für innere Medizin. Im April 1936 erhielt er an der Universität Göttingen eine Dozentur. Im April 1937 wurde er Leiter des Instituts für Bäderkunde in Bad Pyrmont, das Teil des Instituts für natürliche Heil und Lebensweisen der Universität Berlin war. Daher gehörte Reichel seit September 1937 als Privatdozent für Innere Medizin unter besonderer Berücksichtigung der Klima- und Bäderkunde dem Lehrkörper der Universität Berlin an. Seit April 1940 gehörte er als Lehrbeauftragter für Innere Medizin dem Lehrkörper der Universität Kiel an. Zugleich war er Militärarzt am Marinelazarett Kiel-Wik.
Reichel war seit 1933 Mitglied der NSDAP. 1935 trat er dem Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebund und dem Nationalsozialistischen Lehrerbund bei. Seit 1936 war er Mitglied des Hauptamtes für Volksgesundheit.
Nach Kriegsende kehrte er nach Bad Pyrmont zurück und war neben seiner Praxis und dem Balneologischen Institut noch als Lehrbeauftragter für Balneologie an der Universität Göttingen tätig, wo er 1962 auch zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reichel, Hellmuth |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Balneologe und Professor |
| GEBURTSDATUM | 16. November 1900 |
| GEBURTSORT | Chropaczow, Landkreis Beuthen |
| STERBEDATUM | 26. Juni 1962 |
| STERBEORT | Bad Pyrmont |