Helmut Tischlinger

Helmut Tischlinger (* 1946 in Ingolstadt) ist ein deutscher Pädagoge und Paläontologe. Er lebt in Stammham und war hauptberuflich als Lehrer im Landkreis Eichstätt tätig. Zusammen mit Experten aus Europa und Amerika tat er sich als Coautor bei der wissenschaftlichen Erstbeschreibung neuentdeckter Arten von Dinosauriern, Flugsauriern und Urvögeln hervor. Beteiligt war er an der Untersuchung des Raubdinosauriers Sciurumimus albersdoerferi 2012, der Flugsaurier Aurorazhdarcho micronyx 2011, Bellubrunnus rothgaengeri 2012 und Balaenognathus maeuseri 2023 sowie des Urvogels Alcmonavis poeschli 2019.

Seit 1970 ist er ehrenamtlicher Mitarbeiter des Jura-Museums Eichstätt. Er veröffentlicht besonders zur Paläontologie der jurassischen Solnhofener Plattenkalke (z. B. zur Weichteilerhaltung bei Flugsauriern) sowie zur Geologie der südlichen Frankenalb, ist aber auch Co-Autor geologischer Wanderführer anderer Regionen Deutschlands. Tischlinger ist vor allem bekannt für seine Fotografien von Solnhofen-Fossilien (auch im UV-Wellenlängenbereich), darunter auch fast alle Exemplare von Archaeopteryx. Die entsprechende Technik hat er 15 Jahre lang entwickelt.

Darüber hinaus forschte Tischlinger auch zum kambrischen Burgess-Schiefer in Kanada und zur eozänen Fossillagerstätte Monte Bolca in Italien.

Auszeichnungen

Publikationen (Auswahl)

Heimatbücher
Tischlinger verfasste Beiträge – zumeist zur Erd- und Landschaftsgeschichte – für folgende lokalhistorische Bücher über Marktgemeinden des Landkreises Eichstätt:

Wanderführer

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. ↑ Biografie nach Werner K. Weidert (Hrsg.): Klassische Fundstellen der Paläontologie. Band 4, 2001, Goldschneck Verlag
  2. ↑ Helmut Tischlinger- the King of UV, Blog von David Hone, 2008
  3. ↑ Stephanie Wilcke, Zu schön zum Fliegen, Donaukurier, 2. Juli 2014
Personendaten
NAME Tischlinger, Helmut
KURZBESCHREIBUNG deutscher Paläontologe
GEBURTSDATUM 1946
GEBURTSORT Ingolstadt