


Helmut Weck (* 23. August 1926 in Zwickau; † 28. Juli 2001 in Berlin) war ein deutscher Pädagoge und Didaktiker.
Wecks Vater war der Buchdruckermeister Arno Weck aus Zwickau, seine Mutter Gertrud Weck, geborene Leuteritz. Er war mit Waltraud Christa Weck, geb. Rehm aus Wildenfels verheiratet, die Eheschließung fand am 29. März 1947 ebendort statt. Seine Tochter Barbara Waltraud wurde am 24. August 1947 in Zwickau geboren. Weck starb am 28. Juli 2001 in Berlin-Köpenick und wurde auf dem Friedhof in Wildenfels beigesetzt.
Nach Absolvierung der Volksschule besuchte er, mit finanzieller Unterstützung seines Onkels mütterlicherseits, ab 1939 den Aufbauzug der Staatlichen Deutschen Oberschule für Jungen. Sein Vater veranlasste, dass er diese Einrichtung im Jahre 1942 verlassen musste. Er schloss stattdessen einen Vertrag mit der Deutschen Reichsbahn ab, der ihm ein kostenloses Ingenieurstudium zusicherte. Im Zuge dessen begann er noch im selben Jahr eine Praktikantentätigkeit beim Reichsbahnausbesserungswerk Zwickau.
Im Jahre 1944 wurde er zur Wehrmacht einberufen und im Bestand der Sturm-Panzer-Abteilung 217 im Range eines Gefreiten bei Kämpfen während der Ruhrkesselschlacht im Raum Gießen kurz vor Kriegsschluss durch einen Granatsplitter verwundet. Er geriet im April 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft, die er im Lazarett in Marburg (Lahn) verbrachte und aus der er im Juni desselben Jahres nach Zwickau entlassen wurde.
Von Juli bis Oktober 1945 arbeitete er als Ziegeleiarbeiter in der Ziegelei Selbmann in Zwickau und nahm unmittelbar danach eine Ausbildung an der Ziegelei-Ingenieurschule auf, das erneut durch seinen Onkel finanziert wurde und welches er, wiederum nach Intervention durch den Vater, im Dezember 1945 abbrechen musste. Während dieser Zeit wurde er Mitglied der SPD, die wenig später am 21. April 1946, mit der KPD zur SED fusionierte.
In einem erneuten Versuch, Zugang zu höherer Bildung zu erlangen, bewarb er sich um Teilnahme an einem Neulehrerkurs, begann diesen im September 1946 an der Schiller- sowie an der Biel-Schule in Zwickau und schloss ihn nach acht Monaten erfolgreich ab. Anschließend war er bis 1950 als Lehrer an der Zentralschule in Wildenfels tätig. Von 1950 bis 1952 wirkte er als Schulleiter der Grundschule in Lichtentanne und anschließend, bis 1953, als Kreisreferent für Lehrerbildung beim Rat des Kreises Zwickau und danach, bis 1961, als Direktor der Erweiterten Oberschule Aue.
Weck schloss 1954 ein Fernstudium als Physiklehrer ab. Von 1954 bis 1956 absolvierte er ein zweites Physikfernstudium an der Pädagogischen Hochschule Potsdam, welches ihn qualifizierte, das Fach Physik bis zur 12. Klasse zu unterrichten. Neben seiner beruflichen Tätigkeit betreute er Gruppen von Fernstudenten der Bergbauingenieurschulen im Fach Physik und war Referent der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse.
Als Mitglied im Arbeitskreis "Besondere Förderung der Arbeiter- und Bauernkinder" beim Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut Berlin (DPZI) begann er im Jahre 1961 eine Aspirantur und promovierte 1964 mit dem Prädikat magna cum laude zum Doktor der Pädagogik, zeichnete anschließend als Sektorenleiter und Leiter der Fachinspektion im Ministerium für Volksbildung der DDR für die Lehrplangestaltung verantwortlich und wirkte als Mitglied der Leitung der Sektion Didaktik des Wissenschaftlichen Rates beim Ministerium für Volksbildung.
Im Jahre 1970 wurde er zum Honorarprofessor und 1971 zum ordentlichen Professor berufen und habilitierte 1973 zum Dr. sc. paed.
Ab 1971 war er als stellvertretender Direktor des Instituts für Didaktik der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR tätig, von 1973 bis 1984 als dessen Direktor.
Emeritiert wurde er im Jahr 1991.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weck, Helmut |
| ALTERNATIVNAMEN | Weck, Arno Helmut (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pädagoge |
| GEBURTSDATUM | 23. August 1926 |
| GEBURTSORT | Zwickau |
| STERBEDATUM | 28. Juli 2001 |
| STERBEORT | Berlin |