Hemetre

Hemetre in Hieroglyphen
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a
Hmt

Hemetre
Ḥm.t-Rˁ
Dienerin des Re
Grundriss des Grabes der Hemetre

Hemetre war eine altägyptische Prinzessin, die allgemein der 4. Dynastie zugeordnet wird. Ihre Eltern sind nicht zweifelsfrei bekannt, aufgrund der Position ihres Grabes wird sie allerdings meist für eine Tochter von Pharao Chephren gehalten. Durch Darstellungen in ihrem Grab sind drei Söhne und drei Töchter bekannt, der Name ihres Ehemanns ist hingegen nicht sicher festzustellen.

Grabstätte

Hemetre gehört eines der größten Felsgräber auf dem so genannten Central Field in Gizeh. Ihr Grab (G 8464) liegt im nordwestlichen Teil zwischen den Gräbern des Iunre (G 8466), des Senebuka (G 8462) und des Anchmare (G 8460). Unter der Leitung von Selim Hassan wurde es 1934/1935 freigelegt. Es besteht aus zwei Haupträumen, die ursprünglich durch eine zweiflügelige Holztür voneinander getrennt waren. Im östlichen Raum stehen vier Pfeiler, die mit Reliefs dekoriert sind, welche Hemetre zusammen mit ihren Kindern und Opferbringern zeigen.

Andrey Bolshakov unterzog das Grab Anfang der 1990er Jahre einer genauen Analyse und kam zu dem Schluss, dass es in mehreren Phasen errichtet worden sein müsse. Seiner Ansicht nach war das Grab in der 4. Dynastie angelegt worden und ursprünglich undekoriert. Die Erweiterung, Dekorierung und letztendliche Nutzung des Grabes datiert er ans Ende der 5. Dynastie. Somit ist die Zuordnung der Hemetre als Tochter von Chephren inzwischen unsicher.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Dia’ Abou-Ghazi: Selim Hassan – His Writings and Excavations. (= Extract from the Annales du Service des Antiquités de l’Egypte. (ASAE) Band 58). General Organisation for Government Printing Offices, Kairo 1964, S. 77, (106) (Volltext als PDF; 6,7 MB); abgerufen über Digital Giza – The Giza Project at Harvard University.
Personendaten
NAME Hemetre
ALTERNATIVNAMEN Hemet-re; Hemetra; Hemet-ra; Hemtre
KURZBESCHREIBUNG Prinzessin der altägyptischen 4. Dynastie oder 5. Dynastie
GEBURTSDATUM 26. Jahrhundert v. Chr.
STERBEDATUM 26. Jahrhundert v. Chr.