Anchmare

Anchmare in Hieroglyphen
r
a
anxm&a

Anchmare
(Anch-ma-Re)
ˁnḫ(=j?)-m-ˁ-Rˁ
mein(?) Leben ist in der Hand des Re

Anchmare war ein Prinz der altägyptischen 4. Dynastie. Er war ein Sohn von Pharao Chephren. Über seine Mutter ist nichts bekannt. Unter Chephrens Nachfolger Mykerinos hatte er das Amt des Wesirs inne und war somit der höchste Beamte nach dem König.

Anchmare gehört ein Felsengrab auf dem so genannten Central Field in Gizeh. Sein Grab (G 8460) liegt im nordwestlichen Teil, südlich der Felsengräber der Hemetre (G 8464) und des Senebuka (G 8462) sowie westlich der Mastaba des Sechemka (G 8496). Unter der Leitung von Selim Hassan wurde es 1934/1935 freigelegt. Die Türrolle am Eingang des Grabes nennt den Namen und die Titel des Besitzers. Anchmare war Sab Taiti, Wesir, Großwesir (T3ytj-s3b-ṯ3tj), Ältester leiblicher Königssohn (S3-nswt-n-ẖt=f-smsw), Iripat, Mitglied der Elite (Jrj-pˁt), Gaufürst, Graf, Bürgermeister (Ḥ3tj-ˁ), Siegler des Königs für seinen Vater (Ḫtmw-bjtj-n-jt=f) und Oberster Vorlesepriester für seinen Vater (H̱rj-ḥ3b(t)-ḥrj-tp-n-jt=f). Weitere Inschriften sind nicht vorhanden.

Im Grab wurde außerdem die Doppelstatue eines Schepsesnesut und seiner Frau Neferetius gefunden.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Katrin Scheele-Schweitzer: Die Personennamen des Alten Reiches. Altägyptische Onomastik unter lexikographischen und sozio-kulturellen Aspekten. Harrassowitz, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-447-05893-3, S. 308 [762].
  2. ↑ Dia’ Abou-Ghazi: Selim Hassan – His Writings and Excavations. (= Extract from the Annales du Service des Antiquités de l’Egypte. (ASAE) Band 58). General Organisation for Government Printing Offices, Kairo 1964, S. 76, (99) (Volltext als PDF; 6,7 MB); abgerufen über Digital Giza – The Giza Project at Harvard University.
  3. ↑ Das Wort ḥbt stammt von ḥ(3)b „Fest“ ab. Die Lesung ḥ3b mit 3 gilt inzwischen aufgrund einer Stelle in den Pyramidentexten als gesichert. „... sollte die korrekte Transkription demnach ẖrj-ḥ3bt lauten, auch wenn diese Schreibung nie vorkommt und archaischer Gepflogenheit entsprechend zumal die Femininendung t unterdrückt wird.“ (Elmar Edel: Altägyptische Grammatik. Band I–II. (= Analecta Orientalia. Band 34 / 39). Pontificium Institutum Biblicum, Rom 1955–1964, S. 45 (§ 104).) So ist die Schreibung inzwischen auch in das Thesaurus Linguae Aegyptiae eingegangen (Lemma-Nr. 124340).
  4. ↑ Bertha Porter, Rosalind L. B. Moss, Ethel W. Burney: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs, and Paintings. Band III, Teil 1. Oxford 1974, S. 246.
Personendaten
NAME Anchmare
ALTERNATIVNAMEN Anch-ma-re; Anchmara; Anch-ma-ra
KURZBESCHREIBUNG Prinz der altägyptischen 4. Dynastie
GEBURTSDATUM 26. Jahrhundert v. Chr.
STERBEDATUM 26. Jahrhundert v. Chr. oder 25. Jahrhundert v. Chr.