Henri Tronchon (* 31. Oktober 1877 in Trévoux; † 25. Februar 1941 in Clermont-Ferrand) war ein französischer Romanist und Komparatist.
Henri Jean Eugène Tronchon studierte in Besançon, an der Sorbonne und in Heidelberg. 1904 bestand er die Agrégation de grammaire. Danach unterrichtete er an den Lycées in Tulle und Montpellier sowie am Lycée Charlemagne in Paris. Er heiratete 1906 und wurde Vater von zwei Töchtern.
Tronchon habilitierte sich 1919 mit der Thèse La fortune intellectuelle de Herder en France (2 Bde., Paris 1920, Genf 1971). Anschließend war er als Dozent in Clermont-Ferrand tätig. Ab 1923 lehrte er an der Universität Straßburg, wo er als Nachfolger von Fernand Baldensperger den Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft übernahm. 1935–1936 lehrte er an der neu eröffneten Philosophischen Fakultät in Rio de Janeiro und schrieb darüber das Buch Huit mois au Brésil. Activité sociale. Le décor et la vie. Orientations intellectuelles (Paris 1938).
Tronchon war Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (1936).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tronchon, Henri |
| ALTERNATIVNAMEN | Tronchon, Henri Jean Eugène (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Romanist und Komparatist |
| GEBURTSDATUM | 31. Oktober 1877 |
| GEBURTSORT | Trévoux |
| STERBEDATUM | 25. Februar 1941 |
| STERBEORT | Clermont-Ferrand |