Henriett Seth F. (* 27. Oktober 1980 in Eger) ist das Pseudonym von Henrietta Fajcsák, einer ungarischen Autorin und Künstlerin. Sie wurde mit ihrem Buch Autizmussal onmagamba zarva (frei übersetzt: Mit meinem Autismus in mir selbst eingeschlossen) bekannt.
Henriett Seth F. ist die Patentochter des Bischofs János Székely. Aufgrund von autismusbedingten Verhaltensauffälligkeiten und Kommunikationsproblemen galt Henriett Seth F. zunächst als nicht einschulbar. Sie erhielt am Anfang ihrer Schullaufbahn nur Musik- und Kunstunterricht.
Im September 2005 lud der in Ungarn bekannte Filmemacher Sandor Friderikusz Henriett Seth F. ein, in einem Dokumentarfilm über ihre Kunst und Autismus zu sprechen. Der Film wurde unter dem Titel A Szolas Szabadsaga (frei übersetzt: Redefreiheit) veröffentlicht.
Henriett Seth F. beendete ihre künstlerische Karriere ebenso früh, wie sie sie begann. Die Musik gab sie bereits mit 13 Jahren auf, das belletristische Schreiben mit 25 und die bildende Kunst mit 27. Ihre letzte Kunstausstellung fand im Juni 2007 in der Bródy Sándor Komitats- und Stadtbibliothek statt. Orlai Produkciós Iroda verarbeitete ein Buch von Henriett Seth F. zu dem Theaterstück Nemsenkilény, monológ nemmindegyembereknek (frei übersetzt: Ein Niemand, ein Monolog für Nicht-Alle), das in Esztergom, Budapest, Pécs, Tatabánya, Székesfehérvár und Eger aufgeführt wurde.
Henriett ist seit 2025 Mitglied der Creative Industries Styria in Graz, Österreich.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Seth F, Henriett |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarische Autorin und Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 27. Oktober 1980 |