Henriette Langus war eine Nichte, Adoptivtochter und Schülerin des Malers Mathäus (Matej) Langus (1792–1855), der in Laibach als Porträt-, Historien- und Kirchenmaler wirkte. Er hatte sie und ihre Schwester Maria aufgenommen, nachdem ihr Vater – sein Bruder Janez – gestorben war.
Nach dem Tod von Matej Langus zog Henriette Langus 1855 mit dessen Witwe Anna Langus nach Wien, wo sie unter anderem von dem Maler Karl von Blaas unterrichtet wurde. Im Folgejahr setzte sie ihre Studien in Dresden fort. Fünf Monate nach ihrer Ankunft starb dort auch Anna Langus.
Mit Abschluss ihrer Ausbildung kehrte Henriette Langus nach Laibach zurück, wo sie fortan lebte und als Malerin tätig war. 1873 wurde sie als Hilfslehrerin für das Freihandzeichnen an der Bildungsanstalt für Lehrerinnen in Laibach eingestellt.
1876 erkältete Langus sich während einer Reise in Venedig und starb nach ihrer Rückkehr im Alter von 40 Jahren in Laibach. Als Todesursache wurde Herzlähmung angegeben.
Werk
Ölgemälde The Liberation of St Peter
Henriette Langus wirkte als Porträt- und Kirchenmalerin. Ihre Bildnisse sind teilweise genrehaft gehalten. Der Kunsthistoriker Viktor Steska lobte die präzise Zeichnung und schöne Farbgebung ihrer Arbeiten, es mangele ihnen aber an wirklichem Leben.
1234Viktor Steska: Langus, Henrika. In: Slovenski biografski leksikon. Band 4. SKocen - Lužar. Franc Ksaver Lukman et al. Ljubljana, Zadružna gospodarska banka, 1932.