Henryk Bardijewski wuchs in Częstochowa auf und besuchte dort das Gymnasium. Nach dem Erwerb des Abiturs 1950 und dem Tod seines Vaters nahm er ein Studium der Polonistik an der Universität Warschau auf, wo er ab 1953 Bibliothekswesen studierte. Als Lyriker debütierte er 1952 mit dem Gedicht Krótka recenzja z książki I. Newerlego „Pamiątka z celulozy“ in der Satirezeitschrift Szpilki (Stöckelschuhe). Die Zusammenarbeit mit der Zeitschrift währte bis 1979. Während seines Magisterstudiums 1953 bis 1956 arbeitete er am Bibliographischen Institut der Biblioteka Narodowa (Nationalbibliothek) in Warschau. Ab 1956 veröffentlichte er zahlreiche Hörspiele. Von 1957 bis 1985 arbeitete er für das Polskie Radio. Er begann im Bereich Humor und Satire und war ab 1971 bis 1975 verantwortlicher Redakteur für Hörspiele.
Während dieser Zeit wurde er 1963 in den Verband der Polnischen Literaten und 1978 in den polnischen P.E.N. aufgenommen. Parallel zu seiner Tätigkeit im Rundfunk war Bardijewski 1974 bis 1976 Redaktionsmitglied der Vierteljahreszeitschrift Teatr Polskiego Radia. Anschließend war er von 1976 bis 1985 als Literaturberater für die Radiodramaturgie tätig. In den 1990er Jahren publizierte er u. a. in Przekrój und Rzeczpospolita.
Auszeichnungen
1971 Literaturpreis des Ausschusses für Rundfunk und Fernsehen
1983 Literaturpreis 1. Klasse des Ausschussvorsitzenden
Panorama der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts, Teil: 4., Porträts, hrsg. von Karl Dedecius und Manfred Mack, Zürich 2000, S. 28–30, ISBN 3-250-50004-6
Julia Pitera:Bardijewski Henryk. In: Współcześni polscy pisarze i badacze literatury. Tom pierwszy: A–B. Wydawnictwo Szkolne i Pedagogiczne Spółka Akcyjna, Warschau 1994, ISBN 83-02-05445-3, S.104–107.
Maria Kotowska-Kachel:Bardijewski Henryk. In: Współcześni polscy pisarze i badacze literatury. Tom dziesiąty: Ż i uzupełnienia do tomów 1–9. Fundacja Akademia Humanistyczna, Warschau 2007, ISBN 978-83-89348-94-4, S.127–129.
1234Panorama der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts, Teil: 4., Porträts, hrsg. von Karl Dedecius und Manfred Mack, Zürich 2000, S. 28, ISBN 3-250-50004-6