Heptenophos

Strukturformel
Strukturformel von Heptenophos
Allgemeines
Name Heptenophos
Andere Namen

7-Chlorbicyclo[3.2.0]hepta-2,6-dien-6-yl-dimethylphosphat (IUPAC)

Summenformel C9H12ClO4P
Kurzbeschreibung

hellbraunes Öl

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 23560-59-0
EG-Nummer 245-737-0
ECHA-InfoCard 100.041.564
PubChem 62773
ChemSpider 56515
Wikidata Q22808258
Eigenschaften
Molare Masse 250,62 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,28 g·cm−3 bei 20 °C

Siedepunkt

64 °C

Dampfdruck

0,17 Pa (20 °C)

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​312​‐​330​‐​410
P: 260​‐​264​‐​273​‐​280​‐​302+352+312​‐​304+340+310
Toxikologische Daten
  • 96 mg·kg−1 (LD50, Ratte, weiblich, oral)
  • 121 mg·kg−1 (LD50, Ratte, männlich, oral)
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Heptenophos ist ein Pflanzenschutzwirkstoff aus der Gruppe der Insektizide.

Eigenschaften

Heptenophos bekämpft verschiedene Insekten, darunter Blattläuse, Fliegen, Flöhe und Zecken. Von der WHO wurde dieser Wirkstoff als hochgefährlich eingestuft.

Synthese

Die Synthese von Heptenophos erfolgt durch Umsetzung von 7,7-Dichlorbicyclo[3.2.0]hept-2-en-6-on mit Trimethylphosphit in einer Perkow-Reaktion:

Synthese von Heptenophos
Synthese von Heptenophos

Handelsname

Ein Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Heptenophos wird unter den Handelsnamen Hostaquick und Ragdan vermarktet.

Zulassung

In der EU sowie in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen, die diesen Wirkstoff enthalten.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 Eintrag zu Heptenophos. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 22. Juli 2022.
  2. 1 2 3 4 Datenblatt Heptenophos bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Juli 2022 (PDF).
  3. 1 2 3 Eintrag zu Heptenophos in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2025. (JavaScript erforderlich)
  4. ↑ Eintrag zu Heptenophos (ISO) – 7-Chlorbicyclo(3.2.0)hepta-2,6-dien-6-yldimethylphosphat in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 5. August 2022. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. 1 2 Kalyani Paranjape: The Pesticide Encyclopedia. CABI, Wallingford, Oxfordshire UK 2014, ISBN 978-1-78064-014-3, S. 244.
  6. ↑ Thomas A. Unger: Heptenophos. In: Pesticide Synthesis Handbook. William Andrew Publishing, Park Ridge, NJ 1996, ISBN 978-0-8155-1401-5, S. 297, doi:10.1016/b978-081551401-5.50226-4.
  7. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Heptenophos in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands, abgerufen am 15. März 2025.