Herbert Rister

Herbert Rister (* 16. Oktober 1908 in Faulbrück/Schlesien; † 25. September 1993 in Marburg/Lahn) war ein deutscher Bibliothekar.

Leben und Wirken

Herbert Rister studierte an der Universität Breslau Romanistik, Anglistik und Slawistik und wurde dort 1935 zum Dr. phil. auf dem Gebiet der Slawistik mit einer Dissertation über Die Sprache M. M. Cheraskovs. Ein Beitrag zur Geschichte der russischen Literatursprache promoviert. 1936 legte er das Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab. Im gleichen Jahr begann er als Volontär (frühere Bezeichnung für einen Bibliotheksreferendar) an der Universitätsbibliothek Breslau die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst und schloss diese 1938 mit der Fachprüfung an der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin ab. Kurze Zeit war er als Bibliothekar an der Landesbibliothek in Beuthen tätig. Es folgte sein Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg und die Kriegsgefangenschaft.

Seine berufliche Tätigkeit konnte er erst 1950 wieder aufnehmen und zwar als Leiter der Bibliothek des Johann-Gottfried-Herder-Instituts in Marburg. 1952 wechselte er an die Westdeutsche Bibliothek in Marburg (hierbei handelte es sich um den in der Bundesrepublik Deutschland befindlichen Teil der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek in Berlin). Im Jahre 1972 trat Rister im Dienstrang eines Leitenden Bibliotheksdirektors in den Ruhestand.

Verbunden mit seinem Namen ist vor allem das von ihm erarbeitete Gesamtverzeichnis der ausländischen Zeitschriften und Serien (GAZS), das zwischen 1959 und 1978 in mehreren Ausgaben erschien und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wurde. Außerdem lag ein Schwerpunkt der Arbeit Risters bei der Erstellung von Regionalbibliographien über die früheren deutschen Ostgebiete, insbesondere Schlesiens.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Rister, Herbert
KURZBESCHREIBUNG deutscher Bibliothekar
GEBURTSDATUM 16. Oktober 1908
GEBURTSORT Faulbrück/Schlesien
STERBEDATUM 25. September 1993
STERBEORT Marburg/L