Heinrich Jilek

Heinrich Jilek (* 21. August 1902 in Göhren, Königreich Böhmen; † 27. April 1986 in Marburg) war ein deutscher Slawist und Bibliothekar.

Leben und Wirken

Heinrich Jilek studierte nach seiner Reifeprüfung in Brüx/Most ab 1921 Germanistik und Slawistik an der Deutschen Universität in Prag und promovierte dort 1926. Das Staatsexamen für den höheren Schuldienst legte er 1927 ab. Als Volontär an der Universitätsbibliothek Leipzig trat er 1926 in den höheren Bibliotheksdienst ein und legte die Fachprüfung hierfür 1928 ab. Anschließend war er weiterhin an der Universitätsbibliothek Leipzig tätig. Seit 1939 war er im Kriegsdienst, u. a. als Dolmetscher und kehrte erst 1955 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück. 1956 wurde er stellvertretender Leiter der Bibliothek des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg/L. Von 1959 bis 1969 leitete er als Nachfolger von Hellmuth Weiss diese Bibliothek. Neben seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen vor allem aus dem Bereich der Bohemistik erarbeitete er umfangreiche Bibliographien. Jilek war seit 1973 Mitglied des Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrats.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Alexandra Habermann, Peter Kittel: Lexikon deutscher wissenschaftlicher Bibliothekare. Die wissenschaftlichen Bibliothekare der Bundesrepublik Deutschland (1981-2002) und der Deutschen Demokratischen Republik (1948-1990). Klostermann, Frankfurt/M. 2004, ISBN 3-465-03343-4, S. 77.
  2. ↑ Fünfunddreißig Jahre Forschung über Ostmitteleuropa, Marburg 1985, S. 149.
Personendaten
NAME Jilek, Heinrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Slawist und Bibliothekar
GEBURTSDATUM 21. August 1902
GEBURTSORT Göhren, Königreich Böhmen
STERBEDATUM 27. April 1986
STERBEORT Marburg