
Hermann Appel (* 21. Dezember 1932 in Lüneburg; † 18. Juli 2002 in Berlin) war ein deutscher Kraftfahrzeugingenieur. Von 1972 bis zu seiner Emeritierung im September 1998 leitete er das Fachgebiet Kraftfahrzeuge an der TU Berlin.
Appel besuchte das Gymnasium Johanneum in Lüneburg, an dem er 1952 das Abitur ablegte. Danach absolvierte er in Lüneburg eine Lehre als Maschinenschlosser und studierte anschließend an der TH Braunschweig Maschinenbau. 1965 promovierte er mit einem Thema der Baustatik und wurde 1972 als Professor an die Technische Universität Berlin berufen. 1983 initiierte er die Gründung der Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) mit Unterstützung dreier Unternehmen als Gesellschafter, darunter die Volkswagen AG. Ziel war es, der Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie neue Impulse zu geben. Von 1983 bis 1998 war Hermann Appel Mitglied der Geschäftsführung.
Hermann Appel wurde 1980 mit dem Safety Award of Excellence Engineering des DOT ausgezeichnet. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) würdigte ihn 1990 mit der Verleihung der Benz-Daimler-Maybach-Ehrenmedaille. Für sein wissenschaftliches Wirken auf dem Gebiet des Verkehrswesens bekam er 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Hermann Appel starb 2002 im Alter von 69 Jahren in Berlin und wurde auf dem Waldfriedhof Dahlem beigesetzt.
Mit dem Hermann-Appel-Preis ehrt IAV ihren Gründer und ehemaligen Geschäftsführer Hermann Appel und führt die von ihm begonnene Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft fort.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Appel, Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kraftfahrzeugwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 21. Dezember 1932 |
| GEBURTSORT | Lüneburg |
| STERBEDATUM | 18. Juli 2002 |
| STERBEORT | Berlin |