Hermann Speckmann wuchs in der Gemeinde Ganderkesee auf. Er erlernte den Beruf eines Bäckers. Auf dem zweiten Bildungsweg erlangte er 1960 die Hochschulreife. Von 1960 bis 1963 studierte er an der Höheren Fachschule für Sozialarbeit in Dortmund. Von 1963 bis 1965 schloss sich eine Fortbildung in psychoanalytischer Spieltherapie am Institut für Psychagogik Heidelberg an. Es folgte eine Zeit beruflicher Tätigkeiten in Stadthagen und Oldenburg im sozialen Bereich; so war er Kreisjugendpfleger des Landkreises Oldenburg. Von 1971 bis 1977 studierte er Erziehungswissenschaft an den Universitäten Oldenburg und Hannover mit Diplom-Abschluss.
Leistungen
Hermann Speckmann leitete von 1977 bis 1982 Wohnheime für psychisch behinderte Menschen. Anschließend war er in den Diakonischen Heimen Kästorf bis zum Jahr 2000 tätig.
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Bitte darstellen und einordnen, was sollen Pathologien von Organisationen sein und wie stehen diese im Zusammenhang mit individuellen Persönlichkeitsstörungen?
Ausgehend von seinen Praxiserfahrungen beschrieb er in Veröffentlichungen – ausgehend von individuellen Persönlichkeitsstörungen – unterschiedliche Pathologien von Organisationen sowie Hilfen für allein erziehende Wohnungslose. Er beschrieb die Behandlung von Alkoholkranken mittels kontrollierter Alkoholabgaben.
Nach Eintritt in den Ruhestand widmete er sich heimatgeschichtlichen Themen sowie den germanisch-römischen Beziehungen. Hermann Speckmann beschrieb mit Gerold Spille die historische Person des Wilddiebs „Hasen-Ahlers“ und weitere „fast wahre“ humorvolle Geschichten über ihn.
Mitgliedschaften
(zeitweilig) Gründungsausschuss der Universität Oldenburg
(als Mitautor). Aich Prodosh (Hrsg.): Da weitere Verwahrlosung droht-Fürsorgerziehung und Verwaltung. Reinbek bei Hamburg, 1973
Verständnishilfen für den Umgang mit psychisch Kranken. Band 1: Einführung in die Verhaltenspsychologie. Band 2: Einführung in die Kommunikationslehre. Hrsg.: Osnabrücker Verein zur Hilfe seelisch Behinderter e.V., Osnabrück 1983
Dirks Döntjes. Neue Erzählungen aus dem Oldenburger Land. Geest-Verlag, Vechta 2004, ISBN 3-937844-33-3
mit Werner Lüdecke: Eine Erinnerung an die Kriegstoten aus der Gemeinde Ganderkesee. Isensee-Verlag, Oldenburg 2006, ISBN 978-3-89995-354-1
mit Gerold Spille: „Hasen-Ahlers 14.10.1831-26.06.1913. Der Wilddieb vom Stühe“. Isensee-Verlag, Oldenburg, 2007, ISBN 978-3-89995-398-5
Aufsätze (Auswahl)
(mit Hans-Uwe Otto und Jürgen Nicolei): Der gelenkte Pflegeplatz, Interview mit Hermann Gmeiner. Zeit-Zeichen, Zeitschrift für soziale Arbeit, Dortmund, 8/1964
(mit Hans-Uwe Otto): Berufskodex für den deutschen Sozialarbeiter. Soziale Arbeit, Berlin, 4/1966, S. 179–181
SOS-Kinderdörfer in der Wandlung. Zeit-Zeichen, Zeitschrift für soziale Arbeit, Dortmund, 5/1967, S. 29–35
Überlegungen zum Handlungsmodell des Sozialarbeiters. Sozial-Zeitschrift des Berufsverbandes der Sozialarbeiter / Sozialpädagogen e.V., Essen, 4/1977, S. 21–24
Gründe für das Verlassen einer Einrichtung der Nichtseßhaftenhilfe. Zeitschrift für das Fürsorgewesen, Hannover, 11/1989, S. 5–9
Von der Armut der Armutstheorie. Zeitschrift für das Fürsorgewesen, Hannover, 1/1990, S. 5–8
Die Versorgung chronisch mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranker. Zeitschrift für das Fürsorgewesen, Hannover, 4/1991, S. 97–99
Eine neue Sicht der Schizophrenie-Das Vulnerbilitäts-Streß Modell. Zeitschrift für das Fürsorgewesen, Hannover, 6/1992, S. 123–125
Aspekte der Versorgung chronisch mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranker. Zeitschrift für das Fürsorgewesen, Hannover, 3/1994, S. 53–56
Wohnungslos-Bindungslos? Zeitschrift für das Fürsorgewesen, Hannover, 12/2009, S. 272–273