| Film | |
| Titel | Daliás idők |
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| Produktionsland | Ungarn |
| Originalsprache | Ungarisch |
| Erscheinungsjahr | 1984 |
| Länge | 79 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Pannónia Filmstúdió |
| Stab | |
| Regie | József Gémes |
| Drehbuch |
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| Musik | János Decsényi |
| Kamera | György Varga |
| Schnitt | Magda Hap |
| Besetzung | |
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Heroic Times (ungarisch Daliás idők) ist ein ungarischer historischer Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1984 unter der Regie von József Gémes. Er basiert auf der Toldi-Trilogie von János Arany.
Der Film spielt in Ungarn im Mittelalter. Miklós Toldi wächst als einfacher Bauer auf, nachdem sein Vater im Krieg gefallen ist. Sein älterer Bruder erbt Status und Besitz und behandelt ihn mit den Schergen seiner Gefolgschaft grausam und verächtlich. Als der Spott und die Misshandlungen unerträglich werden, schleudert er im Zorn einen Mühlstein auf die Männer seines Bruders und tötet einen von ihnen. Daraufhin muss er fliehen und schlägt einen neuen Lebensweg als Ritter ein.
Historische Grundlage der Toldi-Trilogie von János Arany und des Films ist das Leben des legendären ungarischen Ritters Miklós Toldi (um 1310–1390), der im 14. Jahrhundert im Heer des ungarischen Königs Ludwig diente.
Die spezielle Malanimationstechnik nutzte József Gémes bereits in früheren Kurzfilmen, arbeitete jedoch dort mit Acrylfarben. Ölfarben verwendete er erstmals in der Folge Velázquez der Zeichentrickserie Cantinflas Show, die er zwischen 1974 und 1975 als Gastarbeit für das spanische Moro-Studio im Pannónia Film Studio produzierte.
An dem Film, dessen Fertigstellung vier Jahre dauerte, arbeiteten zehn Designer und Animatoren. Jeder dieser Spezialisten malte eine bestimmte Szene eigenständig. Das Ergebnis ist eine gewisse stilistische Uneinheitlichkeit. Den Bildern gingen eingehende Recherchen zu den dekorativen Künsten, der Heraldik sowie zu Alltagsgegenständen, Kleidung, Frisuren und Waffen der damaligen Zeit voraus. Die 60.000 Zelluloidfolien und 600 Hintergründe sind im patinierten Stil und mit der romantisch-naturalistischen Farbgebung der historistischen Malerei des späten 19. Jahrhunderts in Ungarn gehalten. Die Bilder erinnern vor allem an die Werke von Károly Markó, Gyula Benczúr, László Paál, Viktor Madarász, László Mednyánszky und Adolf Fényes. Eine besondere Herausforderung dieser unkonventionellen Animationstechnik bestand darin, dass die Ölfarben auf den Zelluloseuntergründen mehrere Tage zum Trocknen benötigten, wodurch sich die Produktionszeit des Films verlängerte.
Für den Komponisten János Decsényi (* 1927) war es das einzige Mal, dass er eine Musik für einen Animationsfilm komponierte. Die Musik entstand erst, nachdem eine Szene oder Sequenz vollständig fertiggestellt war, um sie genau mit deren Bewegungsablauf und Dynamik zu synchronisieren.
Der Film wurde am 30. August 1984 in Ungarn veröffentlicht.
Der Film gewann in 1985 den ersten Cristal du long métrage des Festival d’Animation Annecy.