Herta Lisbeth Geßner (* 22. September 1920 in Gößnitz; † 6. September 1993 in Halle an der Saale) war eine deutsche Astronomin und Rechnerin an der Sternwarte Sonneberg.
Herta Geßner arbeitete vom 1. Juni 1956 bis 1985 als Rechnerin an der Sternwarte Sonneberg. Ihr Aufgabengebiet war im Wesentlichen das Auswerten von Lichtkurven veränderlicher Sterne auf Fotoplatten. Sie ist die erste deutsche Frau, die einen Kleinplaneten entdeckte.
Sie entdeckte den Kleinplaneten (3642) Frieden = 1953 XL1 und zahlreiche veränderliche Sterne. Die Fotoplatten, auf denen der Kleinplanet nachgewiesen wurde, waren am 4., 6. und 9. Dezember 1953 von Woldemar Götz am Schmidt-Teleskop der Sternwarte Sonneberg aufgenommen worden. Die Entdeckung wurde erst 1980, also 27 Jahre später, im Minor Planet Circular (M.P.C. 5137) veröffentlicht. Vermutlich fand Geßner den Kleinplaneten (3642) Frieden bei der Auswertung von Fotoplatten des veränderlichen Sterns S Monocerotis im Jahr 1979. Auf denselben Fotoplatten des (3642) Frieden fand sie außerdem die veränderlichen Sterne V0639 Mon und V0643 Mon sowie einen weiteren Kleinplaneten, (2711) Aleksandrov = 1953 XM1, dessen Entdeckung ihr aber nicht zugesprochen wurde.
Der Kleinplanet (706882) Hertageßner wurde nach Herta Lisbeth Geßner benannt. Er wurde am 3. November 2010 von Erwin Schwab entdeckt.
| Personendaten | |
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| NAME | Geßner, Herta |
| ALTERNATIVNAMEN | Geßner, Herta Lisbeth (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Astronomin und Rechnerin an der Sternwarte Sonneberg |
| GEBURTSDATUM | 22. September 1920 |
| GEBURTSORT | Gößnitz |
| STERBEDATUM | 6. September 1993 |
| STERBEORT | Halle an der Saale |