Herztalbach

Herztalbach
Agenbach (Unterlauf)
Daten
Gewässerkennzahl AT: 2-8-157
Lage Südöstliches Mittelgebirge, Tirol
Abfluss über Inn → Donau → Schwarzes Meer
Flussgebietseinheit Donau oberhalb Jochenstein
Ursprung östlich Sistrans
47° 14′ 16″ N, 11° 28′ 11″ O
Quellhöhe 1009 m ü. A.
Mündung zwischen Innsbruck und Hall
47° 16′ 17″ N, 11° 28′ 35″ O
Mündungshöhe 558 m ü. A.
Höhenunterschied 451 m
Sohlgefälle 83 ‰
Länge 5,4 km
Einzugsgebiet 11,861 km²
Linke Nebenflüsse Herztalbach (Nebenlauf); Gröbentalbach
Rechte Nebenflüsse Herztalbach (Nebenlauf)
Gemeinden Sistrans, Aldrans, Ampass


Der Herztalbach ist ein rund 5 km langer rechter Zufluss des Inns vom Tiroler Mittelgebirge östlich von Innsbruck.

Verlauf

Der Bach entspringt am Nordfuß des Patscherkofel auf etwa 1010 m auf der Talschulter des Inntales, die Südöstliches Mittelgebirge genannt wird. Der Ursprung liegt gut 1½ km östlich des Dorfkerns von Sistrans in einem Feuchtgebiet (Perlich-Wiesen).

Der Bach rinnt dann grob nordwärts durch die Siedlung Starkenbühel. Der folgende Abschnitt durch den Ebenwald ist das Herztal. Danach erreicht der Bach das Dorf Ampass.

Ab hier wird er auch Agenbach genannt, und rinnt nordostwärts durch die Agenbachsiedlung und westlich am Sonnenbichl vorbei. Etwa 1 km unterhalb Ampass mündet er oberhalb von Hall, direkt bei der Anschlussstelle Hall West der Inntal Autobahn (A12), von rechts in den Inn.

Geschichte

In einer im Archiv von Stift Wilten verwahrten urkundlichen Grenzbeschreibung der Pfarre Ampass aus der Zeit um 1400 wird die Bachsteilstufe des Herztalbachs südlich des Ortskerns als „Pachfall“ bezeichnet.

Hydrographie und Nebenbäche

Der Oberlauf des eigentlichen Herztalbachs findet sich im historischen Kartenwerk auch als Retl Bach.

Historisch gab es auch eine Überleitung durchs Jägertal oberhalb der Prockenhöfe ostwärts zum Zimmertalbach. Um 1800 findet sich auch zwischen der Asten und den Wiesenhöfen ein Weiher (woran wohl noch der Hausname Seehütterhof erinnert).

Der Mündungsbereich soll im Rahmen des Gewässerschutzplans „Unser Inn“ (eine Kooperation des Landes mit dem WWF) fischökologisch verbessert werden. Insbesondere mit dem Bau des Brennerbasistunnels, der etwa hier beginnen würde, ergeben sich weitere wasserbauliche Maßnahmen.

Wege

Die ganze Gegend ist ein Spazier- und Wandergebiet, als Naherholungsraum von Innsbruck, mit zahlreichen ausmarkierten Wegen. Durch das Herztal führt ein bekannter Rundwanderweg.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 TIRIS, insb. Layer Gewässer: Flüsse & Seen und Einzugsgebiete Gewässer (GIS-Pfad, Stationierung, Fläche).
  2. 1 2 3 US Army Map Service: Austria (AMS Series M871) 1952, Maßstab 1:25.000, Layer in TIRIS: Historische Kartenwerke Tirol.
  3. ↑ So das Fischereirevier Agenbach Rev.-Nr. 2054; vergl. Neue Reviernummern (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., tiroler-fischereiverband.at (pdf).
  4. ↑ Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 38.
  5. 1 2 3 4 5 Carte du Tyrol, en l'An 9 au Dépôt général de la Guerre et augmentée du Vorarlberg, 1808, Maßstab 1:140.500, Layer in TIRIS: Historische Kartenwerke Tirol.
  6. ↑ Vergl. etwa Ortsplan Aldrans (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (pdf, innsbruck.info).
  7. ↑ WWF Action Plan „Unser Inn“. Vorschlag für die Umsetzung des „Revitalisierungskonzeptes Inn“. (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Im Auftrag des WWF Österreich. August 2005. Abschnitt Anbinden Seitengewässer und Zubringer: Herztalbach, S. 28 (pdf, ecotone.at).