Heuglinweber

Heuglinweber

Heuglinweber (Ploceus heuglini), Balg im Nairobi National Museum

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Webervögel (Ploceidae)
Unterfamilie: Ploceinae
Gattung: Ammerweber (Ploceus)
Art: Heuglinweber
Wissenschaftlicher Name
Ploceus heuglini
Reichenow, 1886

Der Heuglinweber (Ploceus heuglini) auch Heuglin-Weber zählt innerhalb der Familie der Webervögel (Ploceidae) zur Gattung der Ammerweber (Ploceus).

Der Vogel kommt in Afrika in Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Gambia, Kamerun, Kenia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Südsudan, Tschad, Uganda und Zentralafrikanische Republik.

Das Verbreitungsgebiet umfasst baumbestandene Savanne, Dickicht an Küsten, Lebensräume um Farmen und Dörfer von 650 bis 1800 m Höhe.

Der lateinische Artzusatz bezieht sich auf Theodor von Heuglin.

Merkmale

Die Art ist 13 cm groß und wiegt zwischen 21 und 28 g. Das Männchen hat im Brutkleid Goldgelb auf Stirn und Scheitel, der Nacken ist gelbgrünlich, die leicht gefleckte Oberseite und Flügeldecken sind olivgrün mit angedeuteten Streifen. Der Bürzel ist hell gelblich. Das Männchen ähnelt dem Somaliweber (Ploceus spekei), ist aber etwas kleiner, die schwarze Gesichtsmaske läuft spitz auf einen Punkt der Brust zu, die Iris ist blassgelb. Im Schlichtkleid ist das Gefieder einfarbig olivgrün auf der Oberseite, auf der Unterseite durchgehend gelb. Das Weibchen ähnelt dem des Somaliwebers, ist aber weniger kräftig gestreift.

Geografische Variation

Die Art ist monotypisch.

Stimme

Der Gesang des Männchens wird als einfacher, monotoner, aber lang anhaltender Gesang mit ansteigendem „swi“ oder „chukakakakaka“ gefolgt von nasalem „zhee hzee hzee“ sehr ähnlich dem Rotscheitel-Zistensänger (Cisticola chiniana) beschrieben.

Lebensweise

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Gliederfüßern einschließlich Spinnen, Raupen, Käfer und Libellen.

Die Brutzeit liegt im August im Senegal, zwischen Juli und Oktober in Mali, zwischen März und Juli in Ghana, August und September in Togo, Mai und September in Benin. Diese Art brütet in kleinen Kolonien und zieht nach Ende des Brutgeschäftes in andere Lebensräume.

Gefährdungssituation

Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur

Wikispecies: Heuglinweber – Artenverzeichnis
Commons: Heuglinweber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Heuglinweber (Ploceus heuglini) bei Avibase
  2. ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
  3. 1 2 3 4 5 A. J. F. K. Craig: Heuglin's Masked-Weaver (Ploceus heuglini), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Ploceus heuglini
  4. 1 2 3 4 T. Stevenson, J. Fanshawe: Birds of East Africa. Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, and Burundi. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-12665-4.
  5. ↑ B. Beolens, M. Watkins: Whose Bird?: Common Bird Names and the People They Commemorate, Christopher Helm, London, 2003
  6. ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
  7. ↑ IOC World Bird List 15.2 Old World sparrows, snowfinches, weavers
  8. ↑ Ploceus heuglini in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 20. Juni 2026.