| Hibiscadelphus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hibiscadelphus | ||||||||||||
| Rock |
Hibiscadelphus (hawaiisch: hau kuahiwi = Hochlandhibiskus) ist eine in Hawaiʻi endemische Pflanzengattung in der Unterfamilie Malvoideae innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).


Es sind laubabwerfende Laubbäume, die Wuchshöhen von 5 bis 7 Metern erreichen; sie haben eine abgerundete Krone. Die eiförmigen Laubblätter sind je nach Art entweder gelappt oder ungelappt.
Die zwittrige und fünfzähligen Blüten mit doppelter Blütenhülle und Außenkelch hängen einzeln an den zierlichen Ästen. Der becherförmige Kelch ist zwei- bis greiteilig. Die Kronblätter sind purpurrot oder rosafarben. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna. Die lange, kerzenförmige, dunkelrote Columna ist in ihrer gebogenen Form perfekt an die Schnabelform der hawaiischen Honigfresser (Drepanidinae) angepasst. Der fünfteilige Fruchtknoten ist oberständig. Der Griffel ist fünfästig mit kopfigen Narben.
Es werden lokulizidale Kapselfrüchte gebildet. Die Samen sind nierenförmig.
Der Hauptgrund für das Aussterben der Hibiscadelphus-Arten war vermutlich die starke gegenseitige Abhängigkeit zwischen den Pflanzen und den als Bestäuber fungierenden Vogelarten (Ornithophilie). Dadurch, dass die Kleidervögel die Hauptbestäuber waren, besiegelte das Aussterben der Vögel auch den Niedergang dieser Bäume. Ein weiterer Grund für die Seltenheit dieser Gattung ist die Konkurrenz mit Neophyten sowie die Lebensraumzerstörung durch eingeführte Ziegen und Schweine.
Zum ersten Mal beschrieben wurde die Gattung Hibiscadelphus im Jahre 1911 durch den österreichisch-amerikanischen Botaniker Joseph Francis Rock anhand der Art Hibiscadelphus giffardianus. Ihren botanischen Namen erhielt sie aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit den Hibiskuspflanzen, insbesondere dem Lindenblättrigen Eibisch (Hibiscus tiliaceus); deshalb auch der Beiname „Bruder des Hibiskus“.
Heute gehören zur Gattung acht Arten von Bäumen, von denen drei bereits ausgestorben sind und weitere vier sehr selten oder in der Wildnis ausgestorben sind.
Hier eine Aufstellung der rezenten Arten:
Folgende Arten der Gattung gelten als ausgestorben:
Des Weiteren gab es noch die Hybride Hibiscadelphus ×puakuahiwi K.Baker & S.Allen, eine Kreuzung aus Hibiscadelphus hualalaiensis und Hibiscadelphus giffardianus, den man 1973 entdeckt hat, der aber inzwischen wieder verschwunden ist.