| Honda | |
|---|---|
Honda NT 650 Hawk (modifiziert) | |
| NT 650 Hawk GT | |
| Hersteller | Honda Motor Co. Ltd. |
| Verkaufsbezeichnung | NT 650 Hawk Hawk GT |
| Produktionszeitraum | 1988 bis 1994 (Bros MK2) |
| Klasse | Motorrad |
| Bauart | Naked Bike |
| Motordaten | |
| wassergekühlter V2-Viertaktmotor | |
| Hubraum | 647 cm³ |
| Leistung | 37 / 50 bei 7.500/min kW/PS |
| Drehmoment | 54 bei 3.000/min Nm |
| Getriebe | 5 Gänge |
| Antrieb | Kettenantrieb |
| Bremsen | Einscheibenbremse, vorn und hinten |
| Radstand | 2085 mm |
| Sitzhöhe | 78 cm |
| Leergewicht | 168 kg |
Die NT 650 Hawk GT, Modellcode RC 31, ist ein unverkleidetes Motorrad mit Aluminiumrahmen, Einarmschwinge und 2-Zylinder-V-Motor mit ca. 50–60 PS. Dieses Honda-Modell wurde 1988 eingeführt, in Kontinentaleuropa jedoch nicht offiziell vertrieben. In Großbritannien wurde die NT 650 Hawk aber als Schwestermodell der NTV 650 Revere durch die Honda-Händler angeboten. Absatzmärkte waren neben Großbritannien vor allem die USA, Kanada und Japan.
Konzeptgleich wurden ab 1990 in Details verbesserte Modelle unter dem Beinamen Bros vorrangig in Japan und Großbritannien vertrieben. In Anlehnung an das japanische Führerscheinrecht gab es die Hawk bzw. Bros dann auch als 400-cm³-Modell, wobei bis auf den Motor alle Komponenten der großen 650er beibehalten wurden.
Deutsche und österreichische Fahrzeuge sind im Zuge von "Grauimporten" als Einzelabnahmen homologiert. Das Motorrad fand ab den späten 1990er Jahren eine feste Fangemeinde und wird heutzutage teilweise zum damaligen Neupreis gehandelt.
Das Motorrad als Konzeptträger hat Elemente verschiedener Motorradtypen und gilt als Vorbild von späteren Fahrzeugen wie der Suzuki SV 650, der Honda CBF 500 und anderen leichten Allroundern. Mit Ende der 1980er Jahre wurde eine zunehmende Spezialisierung der Motorräder feststellbar. Neben Sportlern, Tourern, Hardenduros und echten Allroundern wurden zunehmend auch Nischen- und Spezialisierungskonzepte auf den Markt gebracht. Die Hawk vereinte dabei die Neuerungen und Vorteile verschiedener Klassen:
Das durch den verwindungssteifen Aluminiumrahmen deutlich reduzierte Gewicht gegenüber Modellen von Mitbewerbern, die wartungsfreundliche Einarmschwinge und der äußerst robuste Motor, die von Haus aus sportliche Sitzhaltung und Ergonomie sowie die dem Baukastensystem von Honda entnehmbaren Tuningteile der sportlicheren Motorräder (CBR 600, VFR, RVF) machten das Motorrad interessant für europäische Rennserien wie BoT (Battle of Twins) und die Vielzahl von nordamerikanischen Rennserien im Semiprofessionellen- und Amateurbereich der 1990er Jahre.
Positiv: Der in verschiedenen Honda-Modellen wie der NTV 650 Revere und in Nachfolgern wie der NT 650 V Deauville genutzte Motor gilt als die standfesteste Antriebseinheit von Honda. Laufleistungen um 100.000 km ohne Motorschäden sind keine Seltenheit.
Negativ: Als Schwächen sind die unter heutigen Gesichtspunkten verbesserungswürdigen Dämpfungselemente bekannt. Gerade sportlich ambitionierte Fahrer werden auf progressive Austauschfedern oder komplett veränderte Teleskopgabeln sowie Heckdämpfer aus dem Zubehörprogramm z. B. der Firmen Wilbers, Öhlins oder WP umsteigen müssen, um das Leistungspotential voll umsetzen zu können.