| Hopfkuckuck | ||||||||||
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Hopfkuckuck | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Cuculus optatus | ||||||||||
| Gould, 1845 |
Der Hopfkuckuck (Cuculus optatus, Syn. Cuculus horsfieldi) gehört zur Ordnung der Kuckucksvögel (Cuculiformes) und zur Familie der Kuckucke (Cuculidae). Wie zahlreiche Arten der Kuckucksvögel ist der Hopfkuckuck ein Brutschmarotzer. Er parasitiert vor allem Laubsänger und Pieper.
Ursprünglich im Jahre 1845 als eigenständige Art beschrieben, wurde der Cuculus optatus zusammen mit den bis dato gleichfalls eigenständigen Arten Cuculus lepidus und Cuculus saturatus als Cuculus saturatus im weiteren Sinne (Sensu lato) zusammengefasst und als Unterart (Ssp.) Cuculus saturatus optatus bezeichnet.
Dieser Cuculus saturatus im weiteren Sinne (Sensu lato) hatte auch den deutschen Namen "Hopfkuckuck". Bei älterer Literatur ist oft nicht eindeutig, was genau gemeint ist.
Im Jahre 2005 wurde der Hopfkuckuck aufgrund von Unterschieden im Gefieder und in den Lautäußerungen wieder als eigenständig anerkannt. Die Art mit dem wissenschaftlichen Namen Cuculus saturatus im nunmehr engeren Sinne ist der Himalajakuckuck.
Das Verbreitungsgebiet des Hopfkuckucks ist sehr groß. Sein Brutgebiet erstreckt sich vom europäischen Russland bis nach Sibirien, Japan und Thailand. Überwinternde Hopfkuckucke sind in Südostasien, Indonesien, auf den Philippinen bis in den Südosten Australiens anzutreffen sowie auf Neuguinea, dem Bismarck-Archipel und den Salomon-Inseln.
Die Art bevorzugt Wälder aller Art.
Der lateinische Artzusatz kommt von lateinisch optatus ‚erwünscht, erhofft‘.
Die Art ist 30–32 cm groß und wiegt 72–104 g mit einer Flügelspannweite von 51–57 cm. Beim Männchen sind Kopf, Oberseite und Brust grau, die unbefiederte Haut um das Auge ist deutlich gelb. Die Unterseite ist cremeweiß mit dunklen Streifen, der Steiß gelbbraun und leicht gebändert. Die Beine sind gelb-orange. Beim Weibchen und den Jungvögeln lassen sich in zwei verschiedene Phasen unterscheiden: in der grauen sind sie fast identisch mit dem Männchen, nur die Brust ist bräunlich. In der rotbraunen Phase ist die Oberseite rotbraun und deutlich dunkel gestreift bis Bürzel und Oberschwanzdecken. Die Unterseite ist heller. Jungvögel ähneln denes des Himalajakuckucks (Cuculus saturatus).
Die Art kann mit dem Himalajakuckuck und dem Kuckuck (Cuculus canorus) verwechselt werden. Erster ist kleiner und hat etwas kürzere Flügel, der Gesang ist unterschiedlich (der Himalajakuckuck ruft mit einem kurzen hohen Ton beginnend eine Folge von 3–4 Lauten). Der Kuckuck ist stämmiger, an Kopf und Schnabel kleiner, er ist heller grau und die Bänderung ist schmaler. Bei ihm ist der Bürzel ungebändert in der rotbraunen Phase.
Seit der Aufspaltung der Art Cuculus saturatus in mehrere Arten gilt der Hopfkuckuck als monotypisch. Cuculus horsfieldi F. Moore, 1858 wird als Synonym angesehen.
Die Ruf des Männchens werden als Folge tiefer, gleich langer „Poo-Poo“-Laute beschrieben und erinnern an den Wiedehopf (Upupa epops), es kann eine Phrase von 4–8 knirschenden Tönen „Gaak-Gaak-Gak-Ak-Ak-Ak“ vorausgehen. Das Weibchen lässt einen sprudelnden Triller erklingen. Außerhalb der Brutzeit wird kaum mehr gerufen.
Die Art gilt als sehr scheu, sie sind nicht leicht so hören oder gar zu sehen. Sie sind auch nicht gesellig weder zur Brutzeit noch während der Überwinterung.
Die Nahrung besteht fast ausschließlich aus Insekten, die allein in Bäumen und Sträuchern, aber auch am Boden gesucht werden.
Der Hopfkuckuck ist ein Langstreckenzieher. Nach der Brutzeit ziehen sie auf die Philippinen, nach Borneo, sogar bis nach Australien.
Der Hopfkuckuck ist ein obligatorischer Brutparasit: Das Weibchen legt die Eier in die Nester bestimmter Wirtsarten, meist von Laubsängern (Phylloscopus). In Russland wird am häufigsten der Zilpzalp (Phyllosocopus collybita), der Kronenlaubsänger (Phylloscopus occipitalis) und der Olivrückenpieper (Anthus hodgsoni) parasitiert. Im Norden Japans wird der Japanseidensänger (Cettia diphone) bevorzugt. Die abgelegten Eier ähneln denen der Wirtsvögel erheblich. Die Brutzeit entspricht derjenigen der jeweiligen Wirtsvogelart.
Der frisch geschlüpfte Hopfkuckuck ist zunächst vollständig unbehfiedert. Der Schnabelrachen ist orangefarben, der Rand ist schwarz. In den ersten Tagen nach dem Schlupf wirft er ähnlich wie die Jungvögel des Kuckucks die Eier und kleinen Jungen der jeweilige Wirtsart aus dem Nest.
Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).