Horgauergreut Gemeinde Horgau | |
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| Koordinaten: | 48° 24′ N, 10° 42′ O |
| Höhe: | 473 m ü. NHN |
| Fläche: | 3,64 km² |
| Einwohner: | 609 (1987)[Ohne Beleg] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1971 |
| Postleitzahl: | 86497 |
| Vorwahl: | 08294 |
Horgauergreut | |
Horgauergreut (ehemals auch Horgauergreuth, Kreith, Gereut) ist ein Kirchdorf, Gemeindeteil und eine Gemarkung der Gemeinde Horgau im schwäbischen Landkreis Augsburg in Bayern.
Den Namen nach ging der Ort aus einer gerodeten Waldung des bischöflichen Streitheimer Forstes hervor. Der westnordwestlich der Kirche gelegene Burgstall Horgauergreut war der Stammsitz des Ortsadels, der seit dem Ende des 13. Jahrhunderts nachgewiesenen "milites de Gerute", die erstmals urkundlich mit "Albertus de Gervvt", bischöflicher Lehenträger in Gessertshausen erscheinen und bis Anfang des 15. Jahrhunderts in der Umgebung begütert waren. Die Gereut verlegten ihren Sitz später nach Horgau. In den 1420er Jahren besaßen Burg und Zehnt Fritz Burggraf und Wibolt Hänickein. Darauf folgten als Besitzer die Augsburger Nördlinger. 1461 setzten die Augsburger Schloss und Dorf in Brand, weil sich Hans Nördlinger auf die Seite von Ludwig IX. Herzog von Bayern-Landshut stellte. Der Landshuter Bürger Vinzenz Scharfacher verkaufte um 1500 die Burg und das Gut Gereut, inkl. der Vogtei von Adelsried und den Hof Lüftenberg für 57.000 Gulden an den Bischof von Augsburg. Das Hochstift Augsburg blieb bis zur Säkularisation Grundherr von Horgauergreut, mit Sitz eines eigenen Vogtes. Horgauergreut bildete einen Ort im Pflegamt Zusmarshausen. Der einzelne, sogenannte Pfannenberghof erwarb 1663 die Augsburger St. Martinsstiftung. 1682 wurde die nicht mehr instandgesetzten Burggüter den Untertanen des Hochstifts überlassen. Die Hochgerichtsbarkeit über Hogauergreut behielt sich bis zum Ende des Alten Reiches die Markgrafschaft Burgau vor. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 fiel der Ort an das Kurfürstentum Bayern. 1864 bestand Horgauergreut aus 61 Häusern (sechs Bauernhöfe, 44 Sölden und zehn Leerhäuser) und 290 Einwohnern. Von 1862 bis 1929 gehörte Horgauergreut zum Bezirksamt Zusmarshausen und ab 1929 zum Bezirksamt Augsburg, das ab 1939 dann als Landkreis Augsburg bezeichnet wurde.
Horgauergreut war eine selbstständige Gemeinde mit nur einer Ortschaft (dem Pfarrdorf Horgauergreut) und mit einer Fläche von 364,49 Hektar und wurde am 1. Januar 1971 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Horgau eingemeindet. Am 1. Mai 1978 kam Horgau mit allen Gemeindeteilen zu Zusmarshausen, was am 27. Oktober 1983 wieder rückgängig gemacht wurde.
Horgauergreut gehört zur katholischen Pfarrei Sankt Martin in Horgau.