| Film | |
| Titel | Horror Infernal |
|---|---|
| Originaltitel | Inferno |
| Produktionsland | Italien |
| Originalsprache | Englisch, Italienisch |
| Erscheinungsjahr | 1980 |
| Länge | 107 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Dario Argento |
| Drehbuch | Dario Argento |
| Produktion | Claudio Argento Salvatore Argento |
| Musik | Keith Emerson |
| Kamera | Romano Albani |
| Schnitt | Franco Fraticelli |
| → Besetzung und Synchronisation | |
| Chronologie | |
Horror Infernal (Alternativtitel: Feuertanz, Originaltitel Inferno, zu Deutsch Hölle) ist ein italienischer Horrorfilm von Dario Argento aus dem Jahr 1980. Es ist der zweite Teil von Argentos „Muttertrilogie“. Den ersten Teil stellt Suspiria (1977) dar, den dritten Teil The Mother of Tears (2007). Die Trilogie handelt von drei mächtigen Hexen, deren langfristiges Ziel es ist, die Herrschaft über die Erde zu erlangen.
Rose Elliott lebt als Poetin allein in New York City. Bei einem Antiquitätenhändler erwirbt sie ein Buch mit dem Titel Die drei Mütter, das von einem Alchemisten namens Varelli geschrieben wurde. Dieses handelt von drei bösen Hexen, die nach der Weltherrschaft streben und Mater Tenebrarum, Mater Lacrimarum und Mater Suspiorum genannt werden. Jeder diese Hexen besitzt ein eigenes Haus, die in Freiburg, Rom und New York liegen und von Varelli erbaut worden sind. Rose vermutet, dass sie in dem Haus der Mater Tenebrarum, der jüngeren der drei Schwestern, wohnt. Ihren Verdacht schreibt sie ihrem in Rom studierenden Bruder Mark, der daraufhin beschließt, seine Schwester zu besuchen. In der Zwischenzeit findet Rose heraus, dass die Geschichten in dem Buch wahr sind, und wird kurz darauf von einer monströsen Gestalt getötet. Mark, der kurz nach Roses Tod in New York eintrifft, beschließt, den Fall aufzuklären. Im Wohnhaus trifft er auf den im Rollstuhl sitzenden, stummen Professor Arnold und dessen Krankenschwester. Im weiteren Verlauf werden alle Menschen, die Mark befragt oder die ihm helfen wollen, ermordet.
Mark findet heraus, dass Rose ihm in ihrem Brief verschlüsselt mitgeteilt hat, dass sich unter jener Etage ihres Wohnhauses ein Kriechboden befindet. Als er diesen untersucht, trifft er auf Professor Arnold, der ihm nach einem Kampf sterbend über einen elektronischen Sprachgenerator mitteilt, dass er in Wahrheit Varelli und somit der Erbauer der drei Häuser ist, und dass sie beobachtet werden. Mark entdeckt einen Schatten und folgt ihm. In einem Gewölbe findet er die Krankenschwester von Professor Arnold, die sich als Mater Tenebrarum zu erkennen gibt. Sie verwandelt sich in den leibhaftigen Tod und will Mark töten. Ein durch eine brennende Frau verursachtes Feuer verhindert das und brennt schließlich das Haus nieder. Die Hexe verbrennt augenscheinlich, während Mark entkommen kann.
Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Berliner Synchron. Arne Elsholtz schrieb das Dialogbuch und führte Dialogregie.
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Sara | Eleonora Giorgi | Evelyn Maron |
| Carlo | Gabriele Lavia | Frank Glaubrecht |
| Krankenschwester | Veronica Lazar | Liane Rudolph (1. Stimme) Renate Küster (2. Stimme) |
| John, der Butler | Leopoldo Mastelloni | Friedrich G. Beckhaus |
| Rose Elliott | Irene Miracle | Susanna Bonasewicz |
| Elise DeLongvalle Adler | Daria Nicolodi | Alexandra Lange |
| Mr. Kazanian | Sacha Pitoëff | Klaus Miedel |
| Carol, die Hausmeisterin | Alida Valli | Bettina Schön |
| Mark Elliott | Leigh McCloskey | Arne Elsholtz |
| Professor Arnold | Feodor Chaliapin | Siegfried Schürenberg |
| Mädchen mit der Katze | Ania Pieroni | |
| Koch | James Fleetwood | |
| Schatten | Ryan Hilliard | |
| Musiklehrer | Paolo Paoloni | |
| Taxifahrer | Fulvio Mingozzi | |
| Buchbinder | Luigi Lodoli | |
| Alter Mann in der Bibliothek | Rodolfo Lodi | |
| Rosario Rigutini |
Die Kritiken zu Horror Infernal fallen mittelmäßig bis positiv aus. Mit 61 % positiver Stimmen fällt die Bewertung auf Rotten Tomatoes eher durchschnittlich aus.
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 63 % |
Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Ein Gruselstück, das in Spannungsaufbau und Kameraführung Könnerschaft verrät, aber mit seinen Blut- und Mordorgien abstößt.“
Frank Trebbin urteilte 1998 in seinem Buch Die Angst sitzt neben Dir: "Horror Infernal bietet, oberflächlich gesehen, wie alle anderen Streifen Argentos, nur eine hanebüchene, dünne Geschichte von der Horror-Stange, doch wird diese in virtuoser Form verpackt und durch einige der beklemmendsten Szenen, die in letzter Zeit die Leinwand passierten, so schnell nicht wieder vergessen.
Louis Paul stellte 1999 in seinem Buch Inferno Italia – Der italienische Horrorfilm fest, dass Horror Infernal aus allen anderen Werken Argentos hervorsteche. „Mit seinen in psychedelischen Farben beleuchteten Gängen, Fluren und Gassen besticht ‚Horror Infernal‘ als Argentos ultimative Version eines auf Film gebannten Alptraums.“