Horst Gundermann (* 6. Mai 1922 in Berlin; † 8. September 2013 in Heidelberg) war ein deutscher Mediziner, Phoniater und Hochschullehrer.
Nach seiner Reifeprüfung 1940 in Berlin leistete Horst Gundermann Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg und geriet 1941 als Soldat im Afrikakorps von Erwin Rommel längere Zeit in amerikanische Kriegsgefangenschaft, die er in den USA, Kanada und Großbritannien verbrachte. 1946 kehrte er nach Berlin zurück und nahm zunächst Schauspielunterricht. Nach einiger Zeit als Schauspieler in Berlin und Leipzig sowie als Radiosprecher wechselte er zum Studium der Medizin. Dieses Studium absolvierte er von 1952 bis 1958 an der Universität Leipzig und arbeitete ab 1962 als Klinikarzt in Greifswald. Schon frühzeitig beschäftigte er sich mit der Phoniatrie und habilitierte sich 1969 an der Universität Greifswald mit einer Arbeit über Stimmstörungen bei Sprechberufen. Anschließend arbeitete er als Arzt für Stimmheilkunde in Neuruppin. Nach langen Versuchen wurde ihm 1976 die Ausreise aus der DDR gestattet. Seine Erlebnisse in diesem Zusammenhang dokumentierte er 1978 in einer Buchveröffentlichung. Er zog nach Heidelberg, praktizierte dort als HNO-Arzt und lehrte als Professor an der Universität Heidelberg vor allem Phoniatrie. Zu Beginn seines Ruhestands gründete er in Bad Rappenau eine phoniatrische Klinik und leitete diese als Chefarzt.
Im Jahre 1999 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Festschrift
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gundermann, Horst |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mediziner, Phoniater und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 6. Mai 1922 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 8. September 2013 |
| STERBEORT | Heidelberg |