| Howden Turbo GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1899 |
| Sitz | Frankenthal (Pfalz), Deutschland |
| Mitarbeiterzahl | über 600 |
| Branche | Maschinenbau |
| Website | howden.com |
Die Howden Turbo GmbH ist ein deutsches Unternehmen des Maschinenbaus mit Sitz in Frankenthal (Pfalz).
Es handelt sich um die umbenannte Kühnle, Kopp & Kausch AG (AG KK&K), diese firmierte zwischenzeitlich als Siemens Turbomachinery Equipment GmbH.
Kühnle, Kopp & Kausch entstand 1899 durch den Zusammenschluss der Familienunternehmen Kühnle’sche Maschinenfabrik, Glossier’sche Kesselschmiede im Besitz von Hans Kopp und Velthuysen’sche Kesselschmiede im Besitz von Rudolf Kausch.
1983 erwarb die Motoren- und Turbinenunion (MTU) die Aktienmehrheit, zwei Jahre später wurde MTU von Daimler-Benz übernommen. Im Jahr 1994 erwarb die Penske Corporation die Mehrheit an Kühnle, Kopp & Kausch. 1997 übernahm BorgWarner die Aktienmehrheit an Kühnle, Kopp & Kausch.
Die Erwerbergesellschaft Turbo Group bzw. die Frankfurter Private-Equity-Gesellschaft ECM erwarben im März 2005 Kühnle, Kopp & Kausch, jedoch ohne die Turboladersparte, die bei BorgWarner verblieb. Im Juli 2006 wurde Kühnle, Kopp & Kausch von Siemens Power Generation übernommen. Am 22. November 2006 wurde diese Übernahme von Siemens vollzogen.
Kühnle, Kopp & Kausch ergänzte die Siemens PG um Industriedampfturbinen bis fünf Megawatt, bei Tridem- und Quadriga-Anlagen (drei bzw. vier Turbinen arbeiten gemeinsam) sind bis zu zehn Megawatt möglich. Turboverdichter und Prozessgasverdichter ergänzen das Angebot der Siemens PG. Die Turbinen von Kühnle, Kopp & Kausch werden zur Stromerzeugung oder als mechanische Antriebe in der Industrie eingesetzt. Verdichter finden in der chemischen Industrie sowie in der Wasser- und Abwasserwirtschaft Anwendung. Ventilatoren kommen in Kraftwerken, Bergwerken sowie in der Stahl- und der Zementindustrie zum Einsatz.
Am 12. Juni 2007 wurde der Name des Unternehmens in Siemens Turbomachinery Equipment GmbH (STE) geändert.
Im Oktober 2015 kündigte Siemens Power Generation an, die Herstellung von Turbinen aus Kostengründen ins tschechische Werk Brünn verlagern zu wollen; das hätte den Abbau von 210 der damals noch 600 Arbeitsplätze bedeutet. Nach heftigen Protesten und vielen Gesprächen, auch mit Betriebsrat und IG Metall, zielte Siemens Power Generation ab Anfang 2016 schließlich den Verkauf des Werks an.
Im März 2018 kündigte das schottische Maschinenbauunternehmen Howden mit Hauptsitz in Glasgow an, den Hersteller von Dampfturbinen und Verdichtern übernehmen zu wollen. Howden gehörte damals zur Colfax Corporation und wurde von dieser 2019 an KPS CAPITAL PARTNERS verkauft. Den Kaufpreis für die Siemens Turbomachinery Equipment GmbH bezifferte Colfax auf 195 Millionen Euro. Zusammen mit dem pfälzischen Werk wechselten auch Niederlassungen in Springfield (Missouri/USA), Helsingör (Dänemark) und Mornago (Italien) mit insgesamt 130 Mitarbeitern unter das Dach von Howden.
Im März 2023 wurde der schottische Konzern von KPS an Chart Industries verkauft. Im Juli 2026 wurde Chart Industries durch Baker Hughes übernommen.