Hugo Friedrich Fries

Hugo Friedrich Fries

Hugo Friedrich Fries (* 9. Januar 1818 in Jena; † 25. März 1889 in Weimar) war ein deutscher Jurist und nationalliberaler Politiker. Vor und nach der Deutschen Reichsgründung war er von 1867 bis 1874 Mitglied des Reichstages.

Leben

Hugo Friedrich Fries war der Sohn des Jenaer Philosophieprofessors Jakob Friedrich Fries, eines Unterstützers der frühen Burschenschaftsbewegung. Er selbst studierte von 1837 bis 1840 Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen und der Universität Jena. Er war Mitglied der burschenschaftlichen Gesellschaft auf dem Burgkeller Jena (1837) und der Corps Guestphalia Göttingen (1838) und Thuringia Jena (1841). Nach Abschluss des Studiums trat er 1841 in den juristischen Staatsdienst des Großherzogtums Sachsen-Weimar. Von 1845 bis 1850 war er Rechtsanwalt und von 1848 bis 1850 Bürgermeister in Berka. Er zog 1850 nach Weimar und arbeitete dort als Rechtsanwalt.

Ab 1849 war Fries Abgeordneter des Landtags des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach und von 1865 bis 1889 dessen Präsident. Er war 1859 einer der Gründer des Deutschen Nationalvereins und gehörte dem Vorstand an. Ab 1862 war er zwölf Jahre lang Vorsitzender des Gemeinderates von Weimar. Zugleich war er Vorsitzender der Weimar-Geraer-Eisenbahngesellschaft und Landgerichtspräsident. Ab 1870 war er Vorstandsmitglied der Nationalliberalen Partei.

Im Februar 1867 wurde Fries in den Reichstag des Norddeutschen Bundes und das Zollparlament gewählt. Von der Reichstagswahl 1871 bis zur Reichstagswahl 1874 saß er für die Nationalliberale Partei im Reichstag des Kaiserreichs. Er vertrat als Abgeordneter den Wahlkreis Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach 1 (Weimar–Apolda).

Ehrungen

Unvollständige Liste

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Kösener Korps-Listen 1910, 69, 268; 129, 220.
  2. ↑ Bernd Haunfelder / Klaus Erich Pollmann (Bearb.): Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch. Droste Verlag, Düsseldorf 1989, Foto S. 130, Kurzbiographie S. 404.
  3. ↑ Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 272.
  4. ↑ Art. Fries, Hugo, in: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 128.
  5. ↑ Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 62. ISBN 978-3-939399-49-0