
Hugo Eduard Schlemüller (* 2. Oktober 1872 in Königsberg; † 7. August 1918 in Bad Orb) war ein deutscher Cellist, Komponist, Instrumentallehrer, Musikkritiker und Verleger.
Der Sohn des Pianisten, Musiklehrers und langjährigen Musikreferenten des Leipziger Tageblatts Heinrich Gustav Schlemüller (1841–1900) und dessen Gemahlin Louise Elise Wächter, Tochter des Organisten Heinrich Hermann Wächter (1818–1881), besuchte von 1882 bis 1891 das Königliche Gymnasium in Leipzig, das er mit dem Reifezeugnis verließ. Anschließend studierte er bis 1895 an der Universität Leipzig. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Konservatorium in Gotha, an dem die Cellistin Luise Wandersleb-Patzig (1846–1901) wirkte.
Hugo Schlemüller spielte als Cello-Virtuose in München und Leipzig. Ab 1902 war er Lehrer für Violoncello am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt am Main. Daneben komponierte er Lehrwerke für Cello, virtuose Cellostücke sowie Cellokonzerte und betätigte sich als Musikkritiker und Musikschriftsteller. 1910 gründete er seinen eigenen Musikverlag, in welchem u. a. seine Konzertprogramme der Gegenwart erschienen.
1916 wurde Hugo Schlemüller zum Kriegsdienst eingezogen. Im August des Jahres 1917 gab er seine Stellung am Hoch’schen Konservatorium auf. Er starb während eines Kuraufenthaltes in Bad Orb.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schlemüller, Hugo |
| ALTERNATIVNAMEN | Schlemüller, Hugo Eduard (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Cellist, Komponist, Musikschriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 2. Oktober 1872 |
| GEBURTSORT | Königsberg (Preußen) |
| STERBEDATUM | 7. August 1918 |
| STERBEORT | Bad Orb |