| Typ: | Gelber Tee |
| Andere Namen: | 霍山黃芽 |
| Herkunft: | Anhui, China |
| Kurzbeschreibung: | rauchig süß, nussig |
| Temperatur: | 75–80 °C |
| Anzahl Aufgüsse: | 3 bis 4 |

Huoshan Huangya (chinesisch 霍山黃芽, Pinyin huòshān huángyá) ist ein gelber Tee aus der chinesischen Provinz Anhui. Seine Ursprünge lassen sich bis in die Tang-Dynastie (7. bis 10. Jhdt.) zurückverfolgen, er wurde jahrhundertelang als Tributtee an den kaiserlichen Hof geliefert. Der Tee ist wie alle gelben Tees selten und hat auch heute einen entsprechend hohen Preis.
Huoshan Huangya wurde schon vor der Tang-Dynastie produziert. In seinem Werk „Guoshi Bu“ („Ergänzung zur Nationalgeschichte“) führte Li Zhao in der Tang-Periode den Huoshan Huangya aus der Provinz Shou als eine der vierzehn Tributtee-Sorten auf. Auch der berühmte Lu Yu, der „Gott des Tees“ („Chá Shén”), widmete sich diesen speziellen gelben Tee in seinem berühmten Buch des Tees Chajing. Wang Xiangya aus der Ming-Dynastie (14. bis 17. Jhdt.) beschrieb ihn im „Qunfang Pu“ („Abhandlung über Pflanzen“) als eine „exzellente Sorte des Shouzhou“.
Die Verarbeitungsmethode dieses Tees ging in der Zeit zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Kulturrevolution verloren und wurde erst 1972 von drei angesehenen Teemeistern reproduziert.
Die Teeblätter sind fest gerollt, gerade und lang. Sie sind goldgelb gefärbt, glänzen und sind mit einem sichtbaren weißen Flaum bedeckt.
Nach dem Aufguss zeichnet sich der Tee durch eine starke Süße aus, ist mild und vollmundig. Er hat eine rauchige und nussige Note, die auch an geröstete Kastanien erinnern kann. Seine Farbe ist grünlich-gelb. Wie bei den meisten Knospentees ist der Duft eher dezent.
Der Huoshan Huangya ist wie alle gelben Tees selten und wird entsprechend teuer verkauft.
Der Huoshan Huangya stammt aus den Huangshan („Gelben Bergen“) in der südostchinesischen Provinz Anhui. Die Gemeinden, in denen er produziert wird, liegen alle im Kreis Huoshan, der zum Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Lu’an gehört. Die besten Tee-Qualitäten stammen aus den Jin-Ji-Bergen in etwa 800 Meter über dem Meeresspiegel.
Dieser Tee wird üblicherweise Anfang April geerntet; verwendet werden dabei nur Triebe, die aus einer Knospe („Huangya“ heißt „gelbe Knospe“) und einem Blatt oder aus einer Knospe und zwei ungeöffneten Blättern bestehen.
Damit der Tee frisch bleibt, werden die Blätter am frühen Morgen und in fünf Schritten verarbeitet. Nach einem Welken lassen werden die Blätter geröstet, um die Oxidation stoppen und gerollt. Es folgt der Prozessschritt, der den gelben Tee vom grünen Tee unterscheidet: Sie werden in drei aufeinander folgenden Zyklen in Baumwolltücher eingewickelt, geschichtet, befeuchtet und dann in einem speziellen Trockenraum ausgebreitet. Alle Arbeiten müssen bis zum Abend des gleichen Tages abgeschlossen sein.