| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 47° 57′ N, 11° 26′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Bad Tölz-Wolfratshausen | |
| Höhe: | 636 m ü. NHN | |
| Fläche: | 17 km² | |
| Einwohner: | 3651 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 215 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82057 | |
| Vorwahlen: | 08178, 08171 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TÖL, WOR | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 73 130 | |
| LOCODE: | DE CKG | |
| Gemeindegliederung: | 11 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Mittenwalder Straße 6 82057 Icking | |
| Website: | www.icking.de | |
| Erste Bürgermeisterin: | Verena Reithmann (UBI) | |
| Lage der Gemeinde Icking im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen | ||

Icking ist eine Gemeinde und ein Pfarrdorf im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
Der Hauptort Icking liegt etwa viereinhalb Kilometer nördlich der Stadt Wolfratshausen und 800 m nordwestlich der Isar, von der am innerhalb des Gemeindegebiets von Egling gelegenen Ickinger Wehr der rechtsseitig angelegte Mühltalkanal abzweigt. Vor dem Wehr beginnt der linksseitige Eglinger Auenbach, der nach 1,3 km Fließstrecke in den Fluss mündet.
Die Gemeinde hat 11 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Durch den Namen lässt sich erschließen, dass Icking wahrscheinlich während der Völkerwanderungszeit als Siedlung entstanden ist. Der Ortsname weist auf einen freien Germanen namens Ikko hin. Die erste urkundliche Erwähnung Ickings datiert vom 29. März 806 in einer Urkunde des Klosters Schäftlarn. Es wird die Schenkung des Ickinger Besitzes von Herrich und seinem Sohn Waltker an das Kloster unter den Namen Ichingen und Ikkingen erwähnt.

Der Ort gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Wolfratshausen des Kurfürstentums Bayern und war bis zur Säkularisation eine offene Hofmark des Klosters Schäftlarn. Icking wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern eine selbstständige politische Gemeinde.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Dorfen eingegliedert.
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3191 auf 3663 um 472 Einwohner bzw. um 14,8 %.
Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und den Gemeinderatsmitgliedern. Die Wahl am 8. März 2026 brachte folgendes Ergebnis:
Gewinne und Verluste Anmerkungen: a Unabhängige Bürgerliste Icking b Parteifreie Wählergemeinschaft e 2014: zusammen mit Grüne f Ickinger Initiative |
| Wahlvorschlag | Sitze 2026 |
Anteil 2026 | Sitze 2020 | Anteil 2020 | Sitze 2014 | Anteil 2014 |
| Unabhängige Bürgerliste e. V. | 5 | 27,8 % | 4 | 25,6 % | 4 | 27,6 % |
| Parteifreie Wählergemeinschaft | 4 | 24,1 % | 3 | 15,5 % | 3 | 19,2 % |
| Grüne | 3 | 20,2 % | 4 | 25,4 % | — | — |
| CSU | 3 | 20,0 % | 2 | 14,1 % | 3 | 18,3 % |
| SPD | 1 | 8,0 % | 1 | 8,1 % | — | — |
| Ickinger Initiative | — | — | 2 | 11,3 % | 3 | 15,5 % |
| SPD/Grüne | — | — | — | — | 3 | 19,4 % |
Erste Bürgermeisterin ist seit dem 1. Mai 2020 Verena Reithmann (UBI). Sie gewann die Stichwahl am 29. März 2020 mit 62,9 % der gültigen Stimmen und wurde am 8. März 2026 mit 79,1 Prozent wiedergewählt. Ihre Vorgängerin war seit 25. Juli 2006 Margit Menrad (Unabhängige Bürgerliste).
| Blasonierung: „Geteilt; oben gespalten von Grün und Silber, vorne ein silbernes Tatzenkreuz, hinten ein rot gezungter, wachsender schwarzer Hundekopf; unten in Silber ein grüner Dreiberg, der mit einem silbernen Wellenbalken belegt ist.“ | |
| Wappenbegründung: Das Gemeindewappen enthält Symbole mit Bezug zur Geschichte und zur geografischen Lage der drei Orte Dorfen, Icking und Irschenhausen. Der Dreiberg unten steht für diese drei Siedlungen auf drei Höhenrücken und versinnbildlicht gleichzeitig die markante Lage der Gemeinde über dem Isartal. Der Wellenbalken, ein heraldisches Flusssymbol, verweist auf die Isar, die als Floß- und Handelsweg für das gesamte Gemeindegebiet von wirtschaftlicher Bedeutung war, mit ihren vernichtenden Hochwässern aber auch immer eine Bedrohung darstellte. Das Tatzenkreuz oben steht sowohl für das Heilig-Kreuz-Patrozinium der Ickinger Kirche als auch als Attribut des heiligen Ulrich für die Ulrichskirche, die bis ins 19. Jahrhundert auf dem Ulrichshügel, einem Aussichtspunkt zwischen Icking und Irschenhausen, stand. Eine Statue des heiligen Ulrich befindet sich heute in St. Anian in Irschenhausen. Der schwarze Hundekopf wurde aus dem Wappen der bis 1978 selbstständigen Gemeinde Dorfen übernommen. Mit roten Augen und roter Zunge stellt er die Sagengestalt des Gasterpudels dar, der Reisende und Fuhrleute in einem dunklen Hohlweg, dem gachen (steilen) Steig (Gasteig) unterhalb des Schlossbergs, erschreckt haben soll.
Dieses Wappen wird seit 1983 geführt. |
Durch Icking führt die Isartalbahn, die ehemals von München nach Bichl führte, seit 1972 jedoch in Wolfratshausen endet. An dieser befindet sich der 1891 zeitgleich mit der Isartalbahn eröffnete Bahnhof Icking, der heute zwei Gleise an Seitenbahnsteigen besitzt. Die Strecke wird im 20-Minuten-Takt von der Linie S7 der S-Bahn München bedient, die von Wolfratshausen nach München Hauptbahnhof führt. Icking befindet sich im Bereich des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV).
| Linie | Linienverlauf |
|---|---|
| Wolfratshausen – Icking – Ebenhausen-Schäftlarn – Hohenschäftlarn – Baierbrunn – Buchenhain – Höllriegelskreuth – Pullach – Großhesselohe Isartalbahnhof – Solln – Siemenswerke – Mittersendling – Harras – Heimeranplatz – Donnersbergerbrücke – Hauptbahnhof | |
Icking wird durch zwei Regionalbuslinien des MVV erschlossen.
| Linie | Linienverlauf | Verkehrsunternehmen |
|---|---|---|
| 973 | Icking (S) – Walchstadt – Berg, Grafstraße | RVO |
| 974 | Icking (S) – Mörlbach – Farchach – Berg, Grafstraße | RVO |
Das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking (ehem. Gymnasium Icking) wurde 1921 durch eine Elterninitiative gegründet. Am 23. August 1960 wurde der Vertrag unterzeichnet, der aus dem Gymnasium eine staatliche Einrichtung machte. Heute verfügt das Gymnasium über drei Ausbildungsrichtungen: sprachlich, naturwissenschaftlich-technologisch und humanistisch. Im Schuljahr 2018/2019 besuchten 738 Schüler das Gymnasium. Die Umbenennung in Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking erfolgte im April 2011.
Die Grundschule Icking bietet seit dem Jahr 2012/13 im Rahmen der Flexiblen Grundschule jahrgangsgemischte Klassen an. Dadurch können Schüler die ersten beiden Klassen in einem, zwei oder drei Jahren absolvieren.
In Irschenhausen ist die St. Anna Colleg gGmbH als Träger der privaten Grundschule Eggenberg und des privaten Gymnasium Eggenberg ansässig. Im 1977 gegründeten Gymnasium wird der naturwissenschaftlich-technologische Zweig angeboten. An beiden Schulen wird Schulkleidung getragen.
Beachvolleyball-Anlage, Fußballplatz (Hartplatz), Halfpipe, Fußballfeld, Spielplätze, Sporthallen und Sportplätze der Grundschule und der Gymnasien, Tennisplätze des Tennisclub Icking e. V.
Eine Besonderheit ist die 1926/27 durch den Ickinger Wintersportverein Isartal e. V. (WSVI) errichtete Skisprungschanze. 1947 wurde die Schanze erweitert und mit den Münchner Nordischen Skimeisterschaften 1949 eingeweiht. Bis 1972 wurden hier Wettkämpfe ausgetragen. Die Sprungschanze wird seitdem nicht mehr gepflegt und ist außer Betrieb.