| Ifrane إفران ⵉⴼⵔⴰⵏ | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Fès-Meknès | |||
| Provinz: | Ifrane | |||
| Koordinaten | 33° 32′ N, 5° 7′ W | |||
| Einwohner: | 13.964 (2024) | |||
| Fläche: | 17,8 km² | |||
| Bevölkerungsdichte: | 784 Einwohner je km² | |||
| Höhe: | 1650 m | |||
Ifrane (marokkanisches Tamazight ⵉⴼⵔⴰⵏ Ifran, deutsch ‚Höhlen‘, arabisch إفران, DMG Ifrān) ist eine Stadt mit etwa 14.000 Einwohnern im Norden Marokkos in der Region Fès-Meknès. Die Hauptstadt der Provinz Ifrane in den Bergen des Mittleren Atlas ist eine beliebte Sommerfrische und ein ebenso beliebter Wintersportort für die marokkanische Mittel- und Oberschicht.
Ifrane liegt auf einer Höhe von etwa 1650 m etwa 65 km (Fahrtstrecke) südlich von Fès bzw. 19 km nordöstlich von Azrou. In der Nähe liegen der Nationalpark Ifrane mit den beiden erloschenen Vulkankratern des Jbel Mischliffen und des Jbel Hebri. Das Klima ist gemäßigt bis kühl; Regen bzw. Schnee (ca. 700–1100 mm/Jahr) fallen hauptsächlich im Winterhalbjahr.
Im Jahr 1935 wurde in Ifrane mit −23,9 °C der absolute Kälterekord Marokkos und ganz Afrikas gemessen.
| Jahr | 1994 | 2004 | 2014 | 2024 |
| Einwohner | 11.209 | 13.074 | 14.659 | 13.964 |
Die meisten Einwohner sind nach der Unabhängigkeit Marokkos (1956) aus den umliegenden Bergdörfern zugewandert. Man spricht sowohl Berberdialekte, die zur Sprachgruppe des Tamazight gehören, als auch Marokkanisches Arabisch sowie Französisch.
Der Platz war ehemals nicht mehr als eine Sommerweide für die Schaf- und Ziegenherden der halbnomadisch (Transhumanz) lebenden Berberbevölkerung des Umlandes. Erst ganz allmählich entwickelte sich eine dauerhafte Siedlung, die wohl auch als Station für die über Midelt kommenden Handelskarawanen aus dem Süden Marokkos (z. B. Sijilmassa) fungierte. Die heutige Provinzhauptstadt bietet viele Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung. Daneben gibt es eine Universität und auch der innermarokkanische Tourismus spielt eine nicht unwesentliche Rolle.
Während der Protektoratszeit bauten die Franzosen den zentralgelegenen und nicht zu heißen Ort zur Sommerhauptstadt und zu einer Militärgarnison aus.
1969 wurde im Friedensvertrag von Ifrane Grenzstreitigkeiten mit Algerien beigelegt.