Ilse Kleberger besuchte Schulen in Burgstädt (Sachsen), Potsdam, Berlin-Schlachtensee, Berlin-Friedenau und Schneidemühl. In Schneidemühl machte sie ihr Abitur.
Sie leistete Kriegshilfsdienst bei einem Bauern in Pommern und richtete einen deutschen Kindergarten in der deutsch-polnischen Stadt Margonin ein. Statt ihren Wunsch zu verfolgen, Journalistin zu werden, studierte sie Medizin in Berlin, Greifswald und Tübingen und wurde deshalb vom Reichsarbeitsdienst befreit. Noch während des Krieges zog sie dann von Potsdam nach Berlin-Nikolassee und Wannsee. Im Anschluss ihres 1946 mit dem Staatsexamen abgeschlossenen Medizinstudiums arbeitete sie in der chirurgischen Klinik Berlin-Nikolassee und später auch in Wannsee. 1949 heiratete sie den Augenarzt und späteren Professor der Augenheilkunde Eberhard Kleberger. 1950 promovierte Ilse Kleberger zum Dr. med. und gebar im gleichen Jahr ihre Tochter Andrea. Bis 1977 führte sie eine eigene allgemeinmedizinische Praxis, um sich dann ausschließlich ihrer schriftstellerischen und journalistischen Tätigkeiten zu widmen.
Ilse Kleberger überlebte ihren Ehemann um 20 Jahre. Sie starb am 2.Januar 2012 im Alter von 90Jahren in Berlin, wo sie bis zu ihrem Tod gewohnt hatte. Die Beisetzung erfolgte auf dem Evangelischen Kirchhof Nikolassee.
Wirken
Ihre ersten Gedichte erschienen 1948 im Wedding-Verlag in der Anthologie „Junges Berlin“. Ab den 1950ern schrieb Ilse Kleberger Lyrik, Reise-Feuilletons und schließlich Kinderbücher, von denen die ersten noch an die Tochter und zwei Neffen adressiert waren. Ab 1980 verfasste Kleberger Jugendromane, darunter eine Reihe von Biografien u. a. über Käthe Kollwitz (Eine Gabe ist eine Aufgabe), Ernst Barlach (Der Wanderer im Wind), Bertha von Suttner (Die Vision vom Frieden) und Albert Schweitzer (Das Symbol und der Mensch).
Ihre Bücher wurden übersetzt ins Dänische, Englische, Französische, Italienische, Polnische, Niederländische, Tschechische, Hebräische, Japanische und Chinesische. Die Gesamtauflage ihrer Oma-Kinderbuchreihe erreichte über 4 Millionen Exemplare. In ihren letzten Jahren arbeitete Ilse Kleberger bei der Zeitzeugenbörse mit.
Die Auswanderung. Heitere Szenen mit einer aussergewöhnlichen Oma, (s.a. Keine Zeit für Langeweile. Ein Spiel- und Lesebuch) Deutscher Theaterverlag, Weinheim (Bergstrasse) 1975, ISBN 3-7695-1400-9.
Oma und der Einbrecher. Eine ungewöhnliche Methode, einen Einbruch zu verhindern. Deutscher Theaterverlag, Weinheim (Bergstrasse) 1976, ISBN 3-7695-0527-1.
Jugendromane
Wir sind alle Brüder. Im Zeichen des Roten Kreuzes. Klopp, Berlin 1969.
Verliebt in Sardinien. Eulen-Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-7260-0131-X.