Ilse von Collani (* 28. Januar 1909 als Ilse Barbara Collani in Stettin; † 2. April 1999 in Essen) war eine deutsche Schauspielerin mit kurzzeitiger Filmkarriere in den 1930er Jahren.
Die Tochter des Kaufmanns bzw. Steuersyndikus Erich Collani und seiner Frau Martha, geb. Müller, arbeitete nach dem Besuch eines Gymnasiums zunächst als Assistentin in einer Arztpraxis sowie als Gymnastiklehrerin, ehe sie sich einem Gesangsstudium widmete und Schauspielunterricht bei Rudolf Meinhard-Jünger nahm. Für ihre Karriere ergänzte Ilse Collani ihren Namen um das Adelsprädikat „von“.
Ihre erste kleine Rolle beim Film bekam Ilse von Collani in Kurt Gerrons Musikkomödie Ein toller Einfall. Während der Zeit des Nationalsozialismus, dessen bevorzugten Frauentypus die blonde und blauäugige Collani ideal verkörperte, folgten mindestens 13 weitere Filme, zu deren bekanntesten der Zarah-Leander-Film Zu neuen Ufern und Wolfgang Liebeneiners Frühwerk Der Florentiner Hut zählen. Ilse von Collanis Profil blieb allerdings bis zum Schluss auf Episodenrollen beschränkt.
Nach ihrer 1940 erfolgten Heirat mit dem Chemiker Heinrich Oster, der 1948 als Vorstandsmitglied der BASF und I.G. Farben wegen Kriegsverbrechen verurteilt werden sollte, zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück und übersiedelte mit ihrer Familie nach Essen. Sie starb 1999 und wurde auf dem Friedhof Bredeney beigesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Collani, Ilse von |
| ALTERNATIVNAMEN | Collani, Ilse Barbara (Geburtsname); Oster, Ilse (Ehename) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1909 |
| GEBURTSORT | Stettin, Provinz Pommern, Königreich Preußen, Deutsches Reich |
| STERBEDATUM | 2. April 1999 |
| STERBEORT | Essen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland |