Inbakatane (auch: Imbackatane, Imbakatan, Inbakatan) ist ein Dorf in der Stadtgemeinde Agadez in Niger.
Geographie
Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf befindet sich westlich des Stadtzentrums im ländlichen Gemeindegebiet von Agadez, der Hauptstadt der gleichnamigen Region Agadez. Zu den ländlichen Siedlungen in der Umgebung von Inbakatane zählen Ikirkiwi im Osten, Dari im Südosten und Ourèye im Südwesten.
Bei Inbakatane verläuft ein Nebental des Trockentals Téloua. Die Steppenlandschaft in der Umgebung weist wenig Vegetation auf. Typische Pflanzen sind Akazien wie Acacia ehrenbergiana, Acacia nilotica und Acacia raddiana sowie der Zahnbürstenbaum(Salvadora persica). Außerdem finden sich hier Wüstendatteln(Balanites aegyptiaca), Hanza(Boscia senegalensis), Maerua crassifolia und Oschern(Calotropis procera). Es herrscht das Klima der Sahara vor, mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von unter 200mm.
Geschichte
Im 2007 begonnenen Konflikt zwischen den Streitkräften Nigers und der paramilitärischen Bewegung der Nigrer für Gerechtigkeit beschuldigten sich beide Seiten gegenseitig, für das Legen von Antipersonenminen und Panzerabwehrminen im Norden Nigers verantwortlich zu sein. Am 20. August 2007 wurden in Inbakatane vier Gendarmen getötet und drei weitere verletzt, als ihr Fahrzeug auf eine Mine fuhr.
Die Stadt Agadez und ihre Umgebung wurden in der Nacht vom 1. auf den 2. September 2009 von verheerenden Regenfällen heimgesucht, die zu einer Flutkatastrophe führten. Die anschließenden Hilfsmaßnahmen erstreckten sich auch auf Inbakatane.
Bei der Volkszählung 2012 hatte Inbakatane 324 Einwohner, die in 47 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 1988 betrug die Einwohnerzahl 107 in 25 Haushalten.
Wirtschaft und Infrastruktur
In Inbakatane wird Kamelzucht betrieben. Die Gegend ist zudem ein wichtiges Durchzugsgebiet für Rinderhalter der Fulbe aus dem Süden, die salzhaltige Weiden im Norden aufsuchen. Es gibt eine Schule im Dorf.
Literatur
Mahamadou Chaibou, Bernard Faye:Fonctionnement des élevages camelins de la zone périurbaine d’Agadez au Niger: enquête typologique. In: Revue d’élevage et de médecine vétérinaire des pays tropicaux. Vol. 58, Nr.4, 2005, ISSN1951-6711, S.273–283 (scispace.com[PDF]).
12Mahamadou Chaibou, Bernard Faye:Fonctionnement des élevages camelins de la zone périurbaine d’Agadez au Niger: enquête typologique. In: Revue d’élevage et de médecine vétérinaire des pays tropicaux. Vol. 58, Nr.4, 2005, ISSN1951-6711, S.275 (scispace.com[PDF; abgerufen am 27.Oktober 2026]).
↑Damien Hauswirth, Hassane Yayé, Abdoulaye Sambo Soumaila, Badamassi Djariri, Issaka Lona, Malam Boukar Abba:Appui à la formulation concertée de la SPN2A pour la République du Niger. Identification et évaluation des options d’agriculture intelligente face au climat prioritaires pour l’adaptation face aux changements climatiques au Niger. Volume 2: Annexes. Ministère de l’Environnement, de la Salubrité Urbaine et du Développement Durable / Ministère de l’Agriculture et de l’Elevage / Conseil National de l’Environnement pour un Développement Durable / Haut-Commissariat à l’Initiative 3N / AFD / Facilité Adapt’Action / Baastel – BRL – ONFI, Niamey / Brüssel 2020, S.7 (spn2a.org[PDF; abgerufen am 16.Oktober 2026]).
↑Recensement Général de la Population 1988: Répertoire National des Villages du Niger. Bureau Central de Recensement, Ministère du Plan, République du Niger, Niamey März 1991, S.21 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 15.August 2026]).