| Indische Post Indian Postal Service (IPoS) India Post भारतीय डाक | |
|---|---|
| Rechtsform | Staatsunternehmen |
| Gründung | 1. Oktober 1854 |
| Sitz | Dak Bhawan, Sansad Marg, Neu-Delhi |
| Leitung | Staatssekretär Shri. Pradipta Kumar Bisoi, Chairperson, Postal Services Board. |
| Mitarbeiterzahl | 418.818 |
| Umsatz | ₹11.496,18 crore |
| Branche | Postdienstleistungen, Verkauf von Postwertzeichen, Zahlungsabwicklung, Versicherungen, Ansparen (India Post Payments Bank) |
| Website | |
| Stand: 2017 | |
Die Indische Post (englisch Indian Postal Service, Hindi भारतीय डाक) (Marktauftritt: India Post) ist das staatliche indische Postunternehmen.
Es gibt 154.965 Postämter, darunter das einzige schwimmende Postamt der Welt auf dem Dal-See. Bezüglich der Anzahl an Postämter ist es die größte Postverwaltung der Welt. Es gibt 23 Zustellbereiche (postal circles), davon ein militärisches (Army Postal Service). Jeder Bereich ist in Regionen und wiederum Divisionen untergliedert. Jeder postal circle wird von einem Postmaster General geleitet. Die Gesamtleitung unterhalb des Staatssekretärs für Post hat der Chief Postmaster General inne. Generaldirektor ist Shri Alok Sharma. Sitz der Postverwaltung ist Neu-Delhi. Das heutige Logo wird seit 2008 verwendet. India Post ist Mitglied des Weltpostvereins.

Erste schriftliche Erwähnungen von Postversendungen im heutigen Indien sind in der Atharvaveda (1. Jahrtausend vor Christus) beschrieben. Am 31. März 1774 wurde das Post Office Department of the East India Company gegründet. Ab 1839 bestand mit der Indian Mail (auch Malle des Indes genannt) eine regelmäßige Postverbindung zwischen London und Bombay, über die bis 1939 in Kombination von Zug und Dampfschiff die gesamte Post zwischen Großbritannien und der wichtigsten britischen Kolonie befördert wurde.
Im Jahr 1854 gründete James Broun-Ramsay, 1. Marquess of Dalhousie die Postverwaltung von Britisch-Indien (Post Office of East India). Kurz vor der Unabhängigkeit Indiens gab es 652 Fürstenstaaten. Bezüglich der Zusammenarbeit oder der Unabhängigkeit von der indischen Postverwaltung Indian Postal Service wurde zwischen Feudalstaaten mit eigenem Postsystem (Feudatory states) und den Konventionsstaaten (Convention states) unterschieden:
| Konventionsstaaten | Feudalstaaten mit eigenem Postsystem | ||
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Zum Zeitpunkt der Teilung Indiens gab es 23.344 Postämter.
1972 wurden erstmals in Indien Postleitzahlen eingeführt.
Das Postdepartment (Department of Posts) ist Teil des Kommunikationsministeriums (Ministry of Communications) und ist für das gesamte nationale Postsystem federführend; es reguliert zudem die privaten Postdienstleister im Land.
Leiter des Departments ist Staatssekretär Shri. Pradipta Kumar Bisoi, Chairperson, Postal Services Board. Dessen Amtsvorgänger waren (mit Amtszeiten):
Derzeit stehen 418.818 Personen in einem Beschäftigungsverhältnis der indischen Post. Für Direkteinsteiger werden interne Ausbildungen angeboten. Diese beginnt immer in Stufe 1. Qualifizierte Mitarbeiter können Stufe 2 durchlaufen.

Die Einwurfbriefkästen sind in der Regel Kirschrot; es gibt folgende Ausführungen: kleine kastenförmige, kleine tonnenförmige sowie massive tonnenförmige aus Gusseisen.
Eine Besonderheit sind Briefkästen im Bundesstaat Kerala. Das Fürstentum Travancore hatte bis 1949 eine Staatspost. Die Einwurfbriefkästen waren dort ab 1866 grün oder Mauve-Gold und wurden jeweils von Massey & Co in Madras hergestellt. Viele dieser alten Briefkästen stehen noch heute und sind teilweise noch in Gebrauch.

Aufgrund der großen Anzahl an Vorgängerorganisationen mit jeweils eigenen Nennwerten und Motiven gibt es allein schon im 19. und 20. Jahrhundert viele Tausend verschiedenartiger Postwertzeichen, die anfänglich zum Teil aus Prägesiegeln oder Wachsiegeln bestanden. Jedes Jahr seit 1947 werden Sonderbriefmarken zum Gedenken an Ereignisse oder Personen (commemorative stamps) aufgelegt; allein 2019 87. India Post war die erste Postverwaltung in Asien, die gummierte Postwertzeichen ausgab (Juli 1852). Seit 1947 wurden über 3000 Postwertzeichenarten herausgegeben. Daneben gibt es Dienstmarken für staatliche Behörden (service stamps), die meist die Abbildung einer Ashoka-Säule zeigen.
In Neu-Delhi befindet sich ein großes Philatelie-Museum der Indischen Post. Auf dem Dal-See befindet sich ein weiteres, kleines Philatelie-Museum.