Inge Platzer (* 11. Juni 1930 in Stralsund; † 2014 in Berlin-Pankow) war eine deutsche Malerin und Grafikerin.
Inge Platzer studierte von 1951 bis 1958 bei Arno Mohr, Kurt Robbel und Walter Womacka an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Danach arbeitete sie als freischaffende Künstlerin in Berlin. Sie erhielt u. a. von Institutionen und Betrieben Gemäldeaufträge und übernahm einige Kinderbuchillustrationen.
Als sie sich Ende der 1970er Jahre im Zusammenhang mit dem Dienst ihres Sohnes bei der NVA mit dem „Armeethema“ befasste, erhielt sie einen Arbeitsauftrag des Ministeriums für Nationale Verteidigung, in dessen Rahmen sie sogar an einer Militärübung teilnehmen konnte. Sie war die erste Künstlerin, deren Arbeit in der Rubrik Bildkunst der Zeitschrift Armeerundschau veröffentlicht wurde (Heft 6/1979). Ihre Farblithografie Wald-Tschainaja (42 × 60 cm) wurde in einer Auflage von 150 Exemplaren für 25 Mark zum Kauf angeboten. Zu ihrem Tafelbild Junge Soldaten im Schützenpanzer (Öl, 1977) liest man „… junge Menschen, die müde dreinschauen, eher skeptisch als siegesgewiss, noch nicht einmal frohen Herzens die Pflicht erfüllend“.
In mehreren Werken befasste Inge Platzer sich mit der deutschen Novemberrevolution.
Inge Platzer war bis 1990 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Sie war verheiratet mit dem Gebrauchsgrafiker Rudolf Platzer (1930–2020).
Bilder und Werke Inge Platzers befinden sich u. a. im Kulturhistorischen Museum Stralsund, im Kunstarchiv Beeskow, im Archiv der Akademie der Künste und in der Kunstsammlung der Universität Leipzig.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Platzer, Inge |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Malerin und Grafikerin |
| GEBURTSDATUM | 11. Juni 1930 |
| GEBURTSORT | Stralsund |
| STERBEDATUM | 2014 |
| STERBEORT | Berlin-Pankow |