
Ingeborg Hammer-Jensen (vollständiger Name Ingeborg Ellen Hammer-Jensen, * 20. Januar 1880 in Kopenhagen; † 6. April 1955 ebenda) war eine dänische Klassische Philologin und Wissenschaftshistorikerin.
Ingeborg Hammer-Jensen, die Tochter von Axel Evald Hammer (1854–1938) und Thora Christine geb. Svendsen (1856–1909), besuchte die N. Zahles Skole und lernte dort Griechisch bei Anders Bjørn Drachmann. Nach der Reifeprüfung 1898 studierte sie Klassische Philologie an der Universität Kopenhagen. Von ihren akademischen Lehrern beeinflusste sie besonders Johan Ludvig Heiberg, der ihre Magisterarbeit (1905) und ihre Doktorarbeit (1908) betreute. Als erste Frau wurde Hammer-Jensen 1908 zum Dr. phil. promoviert. Ihre Dissertation beschäftigte sich mit Demokrits Atomlehre und wurde von Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff als „epochemachend“ für die Erklärung des platonischen Dialogs Timaios gerühmt.
Nach ihrer Promotion beschäftigte sich Hammer-Jensen weiterhin mit der antiken Naturphilosophie, insbesondere mit der Alchemie, zu der sie 1921 eine grundlegende Monografie veröffentlichte. Sie beteiligte sich auch an bedeutenden internationalen Referenzwerken: So verfasste sie Artikel für Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE) und Beiträge zum Katalog alchemistischer Handschriften (Catalogue des manuscrits alchimiques grecs, 1927), der unter der Leitung von Joseph Bidez und Franz Cumont in Brüssel erschien. Zu einer Anstellung an der Universität oder Akademie kam es nie, so dass Hammer-Jensen ihr Leben lang als Privatgelehrte lebte.
Ingeborg Hammer-Jensen heiratete am 11. Oktober 1905 den Mittelschullehrer Jens Christian Jensen (1873–1950); die Ehe blieb kinderlos.
| Personendaten | |
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| NAME | Hammer-Jensen, Ingeborg |
| ALTERNATIVNAMEN | Hammer-Jensen, Ingeborg Ellen (vollständiger Name); Hammer, Ingeborg (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | dänische Klassische Philologin |
| GEBURTSDATUM | 20. Januar 1880 |
| GEBURTSORT | Kopenhagen |
| STERBEDATUM | 6. April 1955 |
| STERBEORT | Kopenhagen |