Die Inhoffen-Medaille ist eine nach dem Chemiker Hans Herloff Inhoffen (1906–1992) benannte Auszeichnung für Forschungen auf dem Gebiet der Naturstoffchemie.
Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird seit 1994 durch die Technische Universität Braunschweig und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung vergeben. Der Preisträger hält an der TU Braunschweig die Inhoffen-Vorlesung.
Von 1936 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Inhoffen stellvertretender Leiter des wissenschaftlichen Hauptlaboratoriums von Schering, wo er sich intensiv mit der Strukturaufklärung und Synthese von Sexualhormonen beschäftigte. Hier entwickelte er gemeinsam mit Walter Hohlweg 1938 das bis heute oral wirksamste Estrogen, das Ethinylestradiol. Er war Mitglied der SA.
Inhoffen lehrte von 1946 bis 1974 an der Technischen Hochschule Braunschweig und war von 1948 bis 1950 dort als Rektor eingesetzt. Er war der Gründer des 1965 entstandenen „Instituts für Molekulare Biologie, Biochemie und Biophysik“ (IMB), einem Vorläufer des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung.
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker vergab 2005 und 2007 einen Hans-Herloff-Inhoffen-Preis.