Inka Schube

Inka Schube (* 1961 in Burg bei Magdeburg) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Bildwissenschaftlerin. Seit 2001 ist sie Kuratorin für Fotografie und Medienkunst am Sprengel Museum Hannover.

Leben

Inka Schube studierte von 1982 bis 1987 klassische Archäologie, Kulturtheorie und Kunstwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie schloss 1987 mit einer Arbeit zur Rezeption der Abstrakten Malerei in der DDR-Kunstgeschichtsschreibung als Diplom-Kunstwissenschaftlerin ab.

Von 1987 bis 1990 arbeitete sie als freie Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin. Unter anderem leitete sie die Galerie Berliner Junger Künstler im Haus der Jungen Talente Berlin (heute Palais Podewils), begleitete kuratorisch 1987 und 1988 die EKO-Pleinair Metall–Eisen–Stahl, im Eisenhüttenkombinat Ost und gemeinsam mit Ulrich Domröse 1990 die Ausstellung Zweitakt:bildende Kunst aus Berlin Ost und Berlin West (erste gemeinsame Ausstellung von VBK und BBK).

1990 gründete sie gemeinsam mit Florian Merkel die (Foto-)Galerie in der Brotfabrik Berlin e.V. in der Trägerschaft von Förderband e.V., die sie bis 1998 leitete. Nach dem Wechsel der Trägerschaft schloss sich eine einjährige ehrenamtliche kuratorischer Arbeit gemeinsam mit Tina Bara, Stefanie Grebe und Brigitte Werneburg an.

1997/98 arbeitete sie, gefördert von einem Stipendium für Fotografie und Museumspraxis der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, über das Verhältnis von individueller Sinnfindung und gesellschaftlicher Sinnstiftung in der Fotografie der DDR anhand der Förderaufträge der Gesellschaft für Fotografie im Kulturbund der DDR, 1981–1989.

Von 1998 bis 2001 arbeitete Schube in verschiedenen Projektgruppen der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst und initiierte unter anderem die Konferenz Fotografie im Zentrum – Centrum für Photographie (1999) – nGbK.

Schube war und ist Mitglied diverser Jurys und Beiräte, unter anderem der Jury zu den Auslandsstipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, der Ankaufsjury des Senats von Berlin, der Jury für die Stipendien des Berliner Senats. Von 2008 bis 2012 war sie Mitglied bzw. Vorsitzende des Kunstbeirats des Instituts für Auslandsbeziehungen. Von 2017 bis 2018 unterrichtete sie kuratorische Praxis an der Hochschule Hannover.

2023-2025 ist bzw. war sie Mitglied der beratenden Gründungskommission, die 2023 in Vorbereitung der Einrichtung eines Deutschen Fotoinstituts eingesetzt wurde.

Schube ist verheiratet mit dem Künstler Florian Merkel. Das Paar hat zwei Kinder.

Kuratierte Ausstellungen (Auswahl)

Publikationen als Herausgeberin (Auswahl)

Als Autorin (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Jochen Stöckmann: Die Straße als Bühne. In: deutschlandfunkkultur.de. 11. Februar 2008, abgerufen am 29. Mai 2025.
  2. ↑ Klaus Irler: Inka Schube, Kuratorin: "Eine nüchterne Art von Zuneigung". In: Die Tageszeitung: taz. 3. November 2010 (taz.de [abgerufen am 29. Mai 2025]).
  3. ↑ Team. In: Sprengel-Museum. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  4. ↑ Zweitakt: bildende Kunst aus Berlin Ost und Berlin West; [Ausstellung des Verbandes Bildender Künstler Berlin VBK und des Berufsverbandes Bildender Künstler Berlin BBK, Ausstellungszentrum Fernsehturm am Alexanderplatz, 12. Dezember 1990 bis 13. Januar 1991]. Kupfergraben-Verl, Berlin 1990, ISBN 3-89181-430-5 (dnb.de [abgerufen am 29. Mai 2025]).
  5. ↑ Inka Schube u. a.: Zweitakt: bildende Kunst aus Berlin Ost und Berlin West. Hrsg.: Kupfergraben Verlag. Kupfergraben Verlag, Berlin (DDR) 1990, ISBN 3-89181-430-5.
  6. ↑ Kultur: Auf kaltem Wege. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 29. Mai 2025]).
  7. ↑ Preise und Stipendien. In: kunstforum.de. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  8. ↑ Berlin Alexanderplatz U2: Wettbewerb der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. (NGBK) 2000. NGKB, Berlin 2000, ISBN 3-926796-67-7 (gfzk.de [abgerufen am 29. Mai 2025]).
  9. ↑ Inka Schube. In: nGbK-Archiv. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  10. ↑ Fotografie im Zentrum – Centrum für Photographie (1999). In: nGbK-Archiv. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  11. ↑ Ronald Meyer-Arlt: Inka Schube gehört zur Gründungskommission des Deutschen Fotoinstituts. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 25. Mai 2025, abgerufen am 29. Mai 2025.
  12. ↑ Deutsches Fotoinstitut: Gründungskommission in Düsseldorf vorgestellt. In: Der Spiegel. 18. September 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 29. Mai 2025]).
  13. ↑ Florian Merkel, Inka Schube und Leo in der Galerie Wohnmaschine, Berlin. In: Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  14. ↑ Helga Paris. Fotografien 1974– 2004. Abgerufen am 2. Juni 2025.
  15. ↑ Martha Rosler. In: Kunstforum. Abgerufen am 2. Juni 2025.
  16. ↑ Heidi Specker: Im Garten. In: Perlentaucher. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. März 2024; abgerufen am 2. Juni 2025.
  17. ↑ Boris Mikhailov. Die Bücher. 1968–2012. In: kultur-online. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  18. ↑ Sprengel Museum Hannover Ausstellung:Hannah Collins SPECTRUM - KULTURpur. Abgerufen am 2. Juni 2025.
  19. ↑ Und plötzlich diese Weite. In: Kunstforum. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  20. ↑ Kreuzberger Werkstatt wird in drei Ausstellungen geehrt. In: faz.net. 19. Dezember 2016, abgerufen am 29. Mai 2025.
  21. ↑ Fotogeschichte Zeitschrift: Holzer_Rezension_Umbo_Fotogeschichte_153_2019. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  22. ↑ Helga Paris, Fotografin Retrospektive mit 275 Werken in der Akademie der Künste am Pariser Platz Eröffnung am Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr Pressevorbesichtigung am Mittwoch, 6. November 2019, 11 Uhr. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  23. ↑ Das Lebenswerk der Fotografin Helga Paris. 14. November 2019, abgerufen am 29. Mai 2025.
  24. ↑ ZANELE MUHOLI. ZAZISE. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  25. ↑ Till Briegleb: Das Sprengel-Museum Hannover zeigt eine Ausstellung zum Thema Schwein. 26. September 2023, abgerufen am 29. Mai 2025.
  26. ↑ Was lösen Bilder in uns aus? Sprengel Museum hinterfragt das Sehen. NDR, abgerufen am 29. Mai 2025.
  27. ↑ Gemeinde Gladau, Sachsen-Anhalt • Schweinebewusstsein. Abgerufen am 29. Mai 2025.
  28. ↑ Theresa Weise: Frida Orupabo im Sprengel Museum: Aus kolonialen Bildwelten befreit. In: Die Tageszeitung: taz. 24. Mai 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 29. Mai 2025]).