Dhilba Guuranda-Innes National Park

Dhilba Guuranda-Innes National Park
Ethel Beach im Innes Nationalpark
Ethel Beach im Innes Nationalpark
Ethel Beach im Innes Nationalpark
Dhilba Guuranda-Innes National Park (Südaustralien)
Dhilba Guuranda-Innes National Park (Südaustralien)
Koordinaten: 35° 13′ 40″ S, 136° 53′ 41″ O
Lage: South Australia, Australien
Besonderheit: Küstenlandschaft
Fläche: 94,15 km²
Gründung: 1970
Leuchtturm am Cape Spencer
Leuchtturm am Cape Spencer
Leuchtturm am Cape Spencer

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Der Dhilba Guuranda-Innes National Park (bis ins Jahr 2020 Innes National Park) liegt im australischen Bundesstaat South Australia, etwa 300 Kilometer von Adelaide entfernt. Er hat eine Fläche von 9415 Hektar und wurde im Januar 1970 unter Schutz gestellt.

Allgemeines

Der Dhilba Guuranda-Innes National Park liegt an der Südspitze der Yorke-Halbinsel. Seine für die Region typische Küstenlandschaft umfasst zahlreiche natürliche Lebensräume und bietet vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Der Schutzstatus wurde ursprünglich erlassen, um den Lebensraum des Westpeitschenvogels (Psophodes nigrogularis, englisch Western Whipbird) zu sichern. Die Singvogelart gilt als selten und gefährdet.

Die Landschaft des Parks ist geprägt von Küstenheide, Mallee, offenem Grasland und Kasuarinenwäldern. Hinzu kommen Strände, Sandbänke und felsige Klippen. Der Park umfasst unter anderem die bekannten Küstenabschnitte wie Ethel Beach, Shell Beach, Cable Bay Beach und die Felsklippen am Cape Spencer Lighthouse.

Geschichte

Ursprünglich war diese Gegend vom Aborigine-Stamm der Narrunga besiedelt. Die ersten europäischen Siedler nahmen um 1847 Land in der Umgebung von Cape Spencer für die Beweidung durch Schafe in Besitz. Der Nationalpark ist nach William Robert Innes benannt, der im Gebiet zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich verwertbare Vorkommen von Gips vorfand, die dann auch bis um 1930 ausgebeutet wurden.

Pflanzen- und Tierwelt

Im Nationalpark wurden bisher etwa 140 Vogelarten nachgewiesen, darunter Emu, Fischadler, Wanderfalke, Zwergpinguin und Keilschwanzadler. Bemerkenswert sind auch die Vorkommen des Thermometerhuhns und des nur in Australien vorkommenden gefährdeten Kappenregenpfeifers(Thinornis cucullatus, englisch hooded plover). Das einst weit verbreitete Derbywallaby hatte in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts einen starken Bestandseinbruch erlitten, ist aber im Dhilba Guuranda-Innes National Park mit einer stabilen Population vertreten. Reptilien sind unter anderem mit den Arten Braunschlange, Tannenzapfenechse und Östliche Bartagame vertreten.

Bisher wurde außerdem das Vorkommen von über 330 natürlich vorkommenden Pflanzenarten im Nationalpark dokumentiert, von denen 115 besonders schutzbedürftig sind.

Tourismus

Im Park ist ein Besucherzentrum vorhanden, Campingplätze, Rastplätze und Toiletten stehen ebenfalls zur Verfügung. Verschiedene Wanderwege erschließen Besuchern die unterschiedlichen Landschaftsformen und führen zu interessanten Aussichtspunkten. Von den Küsten der Stenhouse Bay und Cape Spencer aus kann man in den Wintermonaten Wale wie den Südkaper (Southern Right Whale) und Delfine beobachten.

Commons: Dhilba Guuranda–Innes National Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. ↑ Innes National Park namechange - SA Native Title. Abgerufen am 1. September 2026 (australisches Englisch).
  2. 1 2 3 Offizielle Webseite des Parks. In: Department of Environment, Water and Natural Resources. Abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).
  3. 1 2 3 Geschichte des Parks (Memento vom 24. April 2010 im Internet Archive)
  4. ↑ Innes National Park. In: www.visityorkepeninsula.com.au. Yorke Peninsula Visitor Information, September 2020, abgerufen am 1. September 2026 (englisch).
  5. ↑ Innes National Park - Pondalowie Bay, Inneston, Cape Spencer. Abgerufen am 1. September 2026 (amerikanisches Englisch).
  6. ↑ Cape Spencer Lighthouse - Dhilba Guuranda-Innes National Park - I... 1. Juli 2026, abgerufen am 1. September 2026 (australisches Englisch).
  7. ↑ Artenliste der Vögel im Nationalpark. (PDF) Department for Environment and Heritage, abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).
  8. ↑ Plover lovin' on… Abgerufen am 1. September 2026 (englisch).
  9. 1 2 Erläuterungen zur Tier- und Pflanzenwelt (Memento vom 26. Oktober 2009 im Internet Archive)
  10. ↑ Artenliste der Pflanzen im Nationalpark (Interim Flora Species List). (PDF) Department for Environment and Heritage, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. Januar 2016; abgerufen am 21. Januar 2016 (englisch).
  11. ↑ Bushwalking (Memento vom 26. Oktober 2009 im Internet Archive)