| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| E13.- | Sonstiger näher bezeichneter Diabetes mellitus |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 5A44 | Insulinresistenz-Syndrome |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Das Insulinresistenz-Syndrom Typ A ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den Hauptmerkmalen Hyperinsulinämie, Acanthosis nigricans und Zeichen eines Hyperandrogenismus.
Synonyme sind: Diabetes mellitus, insulin-resistant, with acanthosis nigricans; Insulin Receptor, Defect in, with Insulin-Resistant Diabetes mellitus and Acanthosis nigricans; Diabetes mellitus, insulin-resistant, with acanthosis nigricans Type A
Die Bezeichnung wurde vom US-amerikanischen Arzt C. Ronald Kahn und Mitarbeitern im Jahre 1976 vorgeschlagen.
Die Häufigkeit wird auf 1:100.000 geschätzt, die Vererbung erfolgt autosomal-dominant, eventuell auch autosomal-rezessiv.
Der Erkrankung liegen in einem Teil der Fälle Mutationen im INSR-Gen im Chromosom 19, Genort p13.2 zugrunde, welches für die Tyrosinkinase kodiert.
Klinische Kriterien sind:
Es besteht eine Assoziation mit dem Polyendokrinen metabolischen Ovarsyndrom oder der Hyperthecosis ovarii.
Mitunter finden sich zusätzlich Gesichtsveränderungen wie bei Akromegalie und Muskelkrämpfe.
Im Vordergrund der klinischen Diagnose stehen bei jungen Frauen die Auswirkungen der Hyperandrogenämie, bei jungen Männern die Insulinresistenz und Acanthosis nigricans.
Abzugrenzen sind andere Erkrankungen aus der Gruppe der extrem insulin-resistenten Syndrome:
Die Behandlung bezieht sich auf den Diabetes, s. dort.